Microsoft Office 2013 mit Wine 3.5@Fedora 27

Seit geraumer Zeit sollte Microsoft Office 2013 (auf jeden Fall Word, Excel und PowerPoint) in der 32bit-Version unter Wine laufen. Die Einrichtung ist dann aber doch nicht immer ganz einfach. Im Folgenden die Installationsschritte am Beispiel von Microsoft Office Professional Plus 2013 unter Fedora 27 mit Wine 3.5.

    1. ROOT: Installieren von wine und den weiteren benötigten Paketen:
      dnf install wine winetricks mono-devel samba-winbind
    2. USER: Einrichten des 32bit-Prefix für die Office-Installation und starten von WineConfig:
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winecfg

      In WineConfig muss unter dem Tab „Anwendungen“->Windows Version: „Windows 7“ ausgewählt sein.

    3. USER: Installation der notwendigen dll’s mit winetricks:
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks corefonts
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks msxml4
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks msxml6
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks riched30
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks vb6run
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks d3dx11_42
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks d3dx11_43
      
  1. USER: riched20 Konfiguration mit WineConfig prüfen:
    WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winecfg

    In WineConfig muss unter dem Tab „Bibliotheken“->Bestehende: der Eintrag „*riched20 (Native, Builtin) existieren).

  2. USER: 32bit Office Professional Plus 2013 Installationsmedium downloaden:
    wget http://care.dlservice.microsoft.com/dl/download/4/5/8/458D7E64-E7E3-4563-8DED-3DBEFEDAF981/OfficeProfessionalPlus_x86_de-de.img
    
  3. ROOT: Installationsmedium mounten:
    mount -o loop -t iso9660 /PATH_TO_MEDIUM/OfficeProfessionalPlus_x86_de-de.img /PATH_TO_MOUNTPOINT/
    
  4. USER: Microsoft Office Professional Plus 2013 installieren:
    WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 wine /PATH_TO_MOUNTPOINT/setup.exe
    
  5. USER: Beispielhaft: Starten von Word 2013:
    WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 wine "C:\\Program Files\\Microsoft Office\\Office15\\Winword.exe"
    

Fehler: Schwarzer Bildschirm (Black Screen) mit evlt. kleinerem weißen Fenster im Vordergrund beim Starten von Word, Excel oder PowerPoint:

Hierfür kann es mehrere Gründe und daher auch mögliche Lösungen geben:

  • Verwendung einer alter Version von Wine, die von DirectX-Bug betroffen ist (sollte ab Wine 3.0 nicht mehr auftreten, wenn die DirectX 11 dlls‘ installiert sind):
    1. USER: Starten von Regedit:
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 wine regedit
    2. Neuen Schlüssel „Direct3D“ unter „HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine“ anlegen. Und dort als neuen DWORD „MaxVersionGL“ anlegen und den Wert „30002“ zuweisen.
  • USER: DirectX 11 dll’s nicht installiert:
    WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks d3dx11_42
    WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 winetricks d3dx11_43
  • Neuer Fehler unter Wine 3.5?:
    1. USER: Starten von Regedit:
      WINEPREFIX=~/.wine/Office2013 WINEARCH=win32 wine regedit
    2. Neuen Schlüssel „Direct2D“ unter „HKEY_CURRENT_USER\Software\Wine“ anlegen. Und dort als neuen DWORD „max_version_factory“ anlegen und den Wert „0“ zuweisen.

Ernsthaft nerviger Bug:

Word scheint immer mal wieder Probleme mit bestimmten kommentierten Dokumenten zu haben, und stürzt dann ab.


Quellen:

https://bugs.winehq.org/show_bug.cgi?id=44574

https://askubuntu.com/questions/879304/wine-2-0-says-it-supports-office-2013-how-do-i-actually-install-it

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Das neue Surface Pro – Ein teures Update?

Microsoft hat die neue Version sein Surface Pro Hybrid-Tablet-Notebook vorgestellt, das ab dem 15. Juni ausgeliefert wird. Statt eines Surface Pro 5, gibt es ein inkrementelles Update das Surface Pro 4, das jetzt nur noch Surface Pro heißt. Die Unterschiede zur alten Version halten sich daher in Grenzen (es ist eher ein Surface Pro 4.5):

  • etwas schneller durch den Wechsel von der 6. (Skylake) auf die 7. Intel Prozessorgeneration (Kaby Lake)
  • dadurch auch längere Laufzeit
  • lüfterlose Core i5-Version (aber leider mit wahrnehmbarem Fiepen)
  • Surface Pen mit mehr Druckstufen (4.096) und Tilt-Erkennung
  • TypeCover in neuen Alcantara-Versionen (mit dezidierten Tasten für die Bildschirmhelligkeit)
  • Unterstützung für das Surface Dial
  • optionale Version mit LTE gegen Ende des Jahres

Das Gehäuse entspricht weitgehend (bis auf ein etwas weniger kantiges Design, sprich abgerundetere Kanten) dem des Surface Pro 4. Das gilt leider auch für die Anschlüsse. Einen zukunftssicheren USB-C Anschluss gibt es also weiterhin nicht. Es soll aber im Laufe des Jahres zumindest einen Adapter für den magnetischen Surface Connect auf USB-C geben, der auch das Laden des Surface Pro über USB-C Netzteile erlaubt.

Der Preis für die i5 Version mit 8GB Ram und 256GB SSD liegt bei 1.449 Euro.

Der aktuell eigentlich allwöchentlich irgendwo zu findende Aktionspreis für die Bundleversion des alten Surface Pro 4 inkl. Surface Pen, Type Cover und Wireless Display Adapter liegt bei 1.199 Euro (aktuell bei MediaMarkt sogar bei nur 1.069 Euro).

Da beim neuen Surface Pro weiterhin kein Type Cover beiliegt, auch jetzt auch der Surface Pen nicht mehr mitgeliefert wird, liegt der Vergleichspreis für ein solches Bundes in der neuen Ausführung deutlich höher.

1.449 Euro für das Surface Pro, dazu kommen 179,99 Euro für das neue Alcantara-Type-Cover, 109,99 für die neue Version des Surface Pen und 51,99 Euro für den Wireless-Dispaly-Adapter. Macht in der Summe: 1.790,97 Euro

Man muss also fast 600 Euro Aufpreis (und damit einen Aufschlag von etwa 50 Prozent) für die neuen Versionen von Surface Pro, Pen und Cover zahlen – nicht gerade wenig für die vorhandenen Verbesserungen.

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Windows 10: OneDrive abschalten und aus der Explorer Seitenleiste entfernen

Wen es stört, dass Windows 10 standardmäßig seinen Onlinespeicherdienst OneDrive startet und diesen ständig als Icon in der Seitenleiste des Explorers anzeigt, kann etwas dagegen tun.

Zunächst das laufende OneDrive mittels Rechtsklick->Beenden über das Icon in der Taskleiste unten rechts beenden und den automatischen Start bei jedem Anmelden verhindern:

  1. Die Tastenkombination „Strg + Alt + Entf“ drücken und den „Task-Manager“ starten (alternativ „Task-Manager“ über das Suchfeld in der Taskleiste suchen).
  2. Unten in dem sich öffnenden Fenster auf „Mehr Details“ klicken.
  3. Den Reiter/Tab „Autostart“ auswählen.
  4. Rechtsklick auf „Microsoft OneDrive“ ausführen und „Deaktivieren“ auswählen.

Beim nächsten Starten von Windows sollte OneDrive ab jetzt nicht mehr automatisch mit gestartet werden.

OneDriveAls nächstes entfernen wir das OneDrive Icon in der Seitenleiste des Explorers.

  1. Den Registrierungseditor mit „regedit“ im Suchfeld in der Taskleiste starten (alternativ einfach die Tastenkombination „Win + r“ drücken).
  2. Im sich öffnenden Fenster auf der linken Seite zum Pfad „Computer\HKEY_CURRENT_USER\SOFTWARE\Classes\CLSID\“ navigieren
  3. Dort den Eintrag „{018D5C66-4533-4307-9B53-224DE2ED1FE6}“ durch Linksklick auswählen.
  4. Im rechten Feld des Fensters den Wert „System.IsPinnedToNameSpaceTree“ doppelt anklicken und im Feld „Wert“ den Wert von 1 auf 0 ändern.

Der Registrierungseditor kann jetzt wieder geschlossen werden. Abschließend müssen noch alle offenen Fenster des Explorers geschlossen werden. Alternativ kann man stattdessen den Prozess „Explorer.exe“ über den Task-Manager (Tastenkombination „Strg + Alt + Entf“) beenden.

Beim nächsten Öffnen des Explorers sollte OneDrive ab jetzt nicht mehr in der linken Seitenleiste auftauchen.

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