HP EliteBook x360 830 G6

Das EliteBook x360 830 G6 ist trotz seiner schrecklichen Benennung ein interessantes Notebook (Convertible), das sich dank 360-Grad-Scharnier auch in ein (schweres) Tablet (1,35 kg) verwandeln lässt und Stift-Input (Wacom-AES) besitzt.

The Good

Mein Modell des EliteBook x360 G6 kommt mit einem Full-HD Display (Auflösung von 1920 x 1080 Pixel) mit 400-nits Helligkeit daher. Es ist durch Gorilla Glas geschützt, unterstützt 10-Punkt-MultiTouch und den HP Pen. Das Beste ist aber: es lässt sich mit einem matten Display ordern. In diesem Fall ist das Gorilla Glas geätzt und reflektiert daher kaum noch Licht, es gibt also keine Spiegelungen. Das Display wird von den zwei 360-Grad-Scharnieren ganz gut in Position gehalten und sollte auch bei Zugfahrten ein vernünftiges Arbeiten ermöglichen.

Unauffälliges Lüfterverhalten. Der Lüfter bleibt bei Nichtbeanspruchung aus und dreht bei normaler Last, etwa bei großen Word-Dokumenten, nur gelegentlich kurz auf, ohne dabei zu stören.

Leise Tastatur und dumpf klickendes Touchpad (mit Glasoberfläche).

Aufrüstbarkeit ist gegeben! Der Boden des Notebooks lässt sich leicht (Torx-Schraubendreher vorausgesetzt) entfernen. Dann bietet das EliteBook: 1x m.2 SSD-Slot, 1x WLan-Slot, 1x m.2 WWAN-Slot (Antennen waren bei mir vorverlegt), 2x SO-DIMM RAM-Slots. Für ein 1,35 kg schweres und 16,9 mm dickes Convertible ziemlich gut.

Anschlussvielfalt: 2x USB-C/Thunderbolt 3, 1x HDMI, 2x USB 3.1, 1x prop. Ladeanschluss, 1x SmartCard-Reader, 1x Audio, 1x SIM.

Der HP Pen braucht keine Batterien, da er über einen per USB-C aufladbaren Akku verfügt. Der Stift kann an der rechten Gehäuseseite magnetisch befestigt werden.

Lüfter befindet sich auf der linken Gehäuseseite, bläst bei Rechtshändern also nicht auf die Maushand.

Die Kamera ist (wie bei vielen der neueren ThinkPads) mit einem „Schieber“ ausgestattet, der die Linse mechanisch verdecken kann (HP Privacy Camera).

GNU/Linux (getestet mit Fedora 32) läuft ziemlich einwandfrei. Für den Sound muss man die ALSA-Treiber nachinstallieren, dann gehen Lautsprecher und Mikrofon problemlos. Standby funktioniert (Akku hält dann etwa 8 Tage). Die Laufzeit liegt mit TLP und 1/4 Displayhelligkeit mit leichter Arbeit bei 12-14 Stunden. Touchscreen und HP Pen (Bluetooth-Verbindung ist für die normale Stiftfunktion und Seitentasten nicht nötig) funktionieren. Das Display rotiert bei Drehung des EliteBooks automatisch und schnell mit. Tastatur und Touchpad schalten sich zuverlässig beim Zurückklappen des Displays automatisch aus und an. Die Kamera funktioniert (nicht ausprobiert habe ich die IR-Funktion, SmartCard-Reader und Fingerabdruck-Scanner). Auch die meisten Sondertasten (inkl. äußerer Lautstärke-Wippe) funktionieren (Mikrofon An/Aus geht nicht).

The Bad

Coil-Whine! Leider ist das EliteBook von lautem und in 80cm gut hörbaren Coil-Whine geplagt. Das gilt aber nicht im Notebook-/Tabletbetrieb! Wirklich deutlich hörbar und nervig ist der Coil-Whine mit angeschlossenem externen Monitor (über USB-C/Thunderbolt 3) – und dann insbesondere beim Scrollen (etwa im FireFox). Es scheint sich also um GPU-Coil-Whine zu handeln.

Trotz Anschlussvielfalt hat es leider nicht für einen (micro)-SD-Kartenleser gereicht.

Leider ist das Tochpad bei mir relativ unebenen verbaut. Es fällt auf der rechten Seite nach vorne stark ab (hängt evtl. auch damit zusammen, dass es mechanisch nur einen Auslösepunkt vorne in der Mitte gibt). Das Touchpad lässt sich außerdem nur im vorderen Bereich klicken.

The Ugly

Der Displaydeckel des EliteBook bietet locker Platz für ein 16:10 oder gar 4:3 Panel. Leider verbaut HP aber nur einen 16:9 Sehschlitz… entsprechend breit sind die ober- und unterhalb des Displays anzutreffenden Trauerränder. Und mit breit meine ich wirklich breit (die Seitenränder fallen dagegen recht schmal aus).

Es liegt vermutlich am geätzten Glas: die Spitze des HP Pen neigt manchmal dazu, etwas unangenehm zu quietschen, wenn man unter einem bestimmten Winkel oder mit gewissem Druck über das Display fährt.

Das (USB-C) Netzteil ist an sich zwar klein, verfügt aber über ein dreipoliges/ dreiadriges Stromkabel mit entsprechend dickem Stecker.

Der HP Pen verdeckt die USB-C/Thunderbolt 3 Anschlüsse, wenn man ihn magnetisch an der rechten Notebookseite befestigt.

An die Pfeiltasten muss man sich erstmal gewöhnen (selbst wenn man das grundsätzlich ähnliche Layout von Apples Butterfly-Keyboard gewohnt ist), da die Pfeil-Hoch- und Runtertaste sehr schmal aber breit sind und die Pfeil-Recht- und Linkstaste nochmal ein stückweit abgesetzt sind.

Weiterführend

Bei Notebookcheck gibt es einen Test des EliteBook (mit dem nochmals helleren SureView-Privacy-Display).

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Microsoft Surface Pro X – SSD austauschen und erweitern

Microsofts ARM-Prozessor basiertes Surface Pro X* ist das erste Surface Tablet, dass es erlaubt, relativ einfach den verbauten SSD-Speicher zu erweitern (und damit die normalerweise fällig werdenden horrenden Aufschläge für größere SSDs zu umgehen) oder bei Defekt zu ersetzen. Denn hinter einer magnetischen Klappe auf der Rückseite, die sich einfach mit einem SIM-Tray-Öffner oder einer Stecknadel öffnen lässt, verbirgt sich nicht nur der Einschub für die SIM-Karte des LTE-fähigen Surface Pro X*, sondern auch die verbaute SSD. Die sieht zwar etwas ungewohnt aus, weil Microsoft der SSD ein Metall-Casing – vermutlich zur besseren Verteilung der Wärmeentwicklung – verpasst hat. Ansonsten handelt es sich aber um eine Standard m.2-Schnittstelle die NVMe unterstützt.

Nur auf die richtige Größe bzw. Länger der m.2-SSD muss geachtet werden: es handelt sich nicht um eine Standard m.2 2280 (80 = 80mm Länge), sondern um eine m.2. 2230 (30 = 30mm Länge). Da gibt nicht sonderlich viel Auswahl, von Western Digital gibt es die PC SN520 mit 128, 256 oder 512GB (1.700 MB/s lesen, 1.400 MB/s schreiben). Ich habe die 512GB-Variante (Kostenpunkt etwa 89 Euro) verbaut.

Einige kleinere Hürden gibt es dann beim Wechsel der SSD des Surface Pro X* aber doch:

Nötiges Equipment:

  1. SIM-Tray-Tool* oder Stecknadel zum Öffnen der magnetischen Klappe auf der Rückseite
  2. Torx T3 Schraubendreher*, um die Schraube zu lösen, die die SSD an Ort und Stelle hält
  3. Austausch-SSD im Format m.2 2230 (NVMe oder langsameres SATA)
  4. USB-Stick* mit mindestens 16 GB
  5. USB-A auf USB-C Adapter*

Weiteres Vorgehen:

  1. USB-Stick mittels USB-A auf USB-C Adapter mit dem Surface Pro X* verbinden.
  2. Unter Windows 10 nach „Wiederherstellungslaufwerk erstellen“ suchen, Häkchen bei „Sichern der Systemdateien auf dem Wiederherstellungslaufwerk“ setzen und das Wiederherstellungslaufwerk auf dem USB Stick (D:) erstellen. Dann: sehr lange warten, bis die Laufwerkserstellung abgeschlossen ist.
  3. Surface Pro X herunterfahren.
  4. Verbaute SSD durch die neue SSD ersetzen (eine bebilderte Anleitung liefert ifixit.com).
  5. USB-Stick mittels USB-A auf USB-C Adapter mit dem Surface Pro X verbinden.
  6. Surface mit gleichzeitig gedrückt gehaltener „Lautstärke Lauter“-Seitentaste und Power-Taste starten (gedrückt halten, bis Windowslogo auf dem Bildschirm erscheint).
  7. Im dann geladenen Menü die Windows-Wiederherstellung über externes Medium starten.
  8. Warten bis die Wiederherstellung und Neustarts abgeschlossen sind. Fertig.
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Microsoft Surface Pro X – Externes Display

Erstmal das Gute vorweg: ein 4k Display mit 3840 x 2160 Pixeln lässt sich am Surface Pro X* problemlos mit 60Hz betreiben (getestet mit LG 27UD88*). Bei meinem Samsung C34J791* mit 3440 x 1440 funktionieren aber leider auch nur die 60Hz – die von Monitorseite her möglichen 100Hz lassen sich dagegen nicht auswählen (außerdem werden am Samsung über dessen USB-Hub angeschlossene Geräte wie Tastatur und Maus nicht erkannt).

Wirklich schlecht umgesetzt sind die automatischen Abläufe beim Anschluss eines externen Displays. Wenn ich mein im Betrieb befindliches Surface Pro X* mit angedocktem Type Cover mit einem USB-C Monitor (mit daran angeschlossener Tastatur und Maus) verbinde, erwarte ich das folgende Verhalten: Windows 10 hat sich gemerkt, dass ich bei einer Verbindung mit diesem Monitor nur das externe Display angeschaltet haben möchte, wechselt entsprechend die Bildausgabe und ich kann das Type Cover zuklappen und einfach an der externen Tastatur und Maus weiterarbeiten.

Was macht Windows 10 auf dem Surface Pro X* stattdessen? Zunächst einmal erweitert Windows grundsätzlich das Bild auf das externe Display. Klappe ich dann das Type Cover zu, geht das Surface Pro X in den Ruhemodus. Mit der externen Tastatur oder Maus kann ich das Surface dann zwar wieder aufwecken, das triggert dann aber erstmal die Windows Hello Gesichtserkennung (die mit zugeklapptem Type Cover natürlich nicht funktioniert), irgendwann kommt dann die Pin-Eingabemaske. Nach der Eingabe wird man anschließend vom Tablet-Modus auf dem externen Display begrüßt, weil das Tablet bei abgedocktem Type Cover natürlich automatisch in den Tablet-Modus wechseln soll – leider gibt es da keine Ausnahme bei angeschlossenem externen Display…

So macht das echt keinen Spaß.

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