Kategorie: OpenSource & GNU/Linux

  • Troubleshooting Suspend-Fehler unter GNOME@CachyOS

    Es gab jetzt ab und an Tage, an denen mich mein ThinkPad X1 2-in-1 Gen 10 (per Thunderbolt 3 am externen Monitor hängend) morgens nicht wie erwartet mit einem blinkenden, sondern einem dauerhaft leuchtenden „i“ begrüßte. Das Notebook war also in der Nacht nicht wie gewünscht automatisch in den Standby bzw. Suspend-Modus gewechselt. Die manuelle Betätigung des Suspend-Buttons im Top-Panel blieb folgenlos.

    Da die Ausgaben der Befehle

    sudo journalctl
    sudo dmesg -w

    keine offensichtliche Fehlerquelle aufzeigten, folgte der Versuch, den Suspend per Console anzustoßen:

    systemctl suspend

    Damit gab es eine erste Meldung über die Fehlerquelle:

    Operation inhibited by "USERNAME" (PID 3003 "gnome-session-s", user USERNAME), reason is "user session inhibited".
    Please retry operation after closing inhibitors and logging out other users.
    'systemd-inhibit' can be used to list active inhibitors.
    Alternatively, ignore inhibitors and users with 'systemctl suspend -i'.

    Der Prozess mit der ID 3003 – der „gnome-session-service“ verhinderte also den Wechsel in den Suspend-Modus. Viel mehr Infos brachte auch

    systemd-inhibit

    nicht, außer dass der Prozess auch den Shutdown verhindern würde.

    WHO USERNAME
    UID 1000
    USER USERNAME
    PID 3003
    COMM gnome-session-s
    WHAT shutdown:sleep                                           WHY user session inhibited                                      MODE block

    Was hier das Problem war, hätte ich daher auch herausgefunden, wenn ich manuell versucht hätte, das Notebook herunterzufahren. Dann wäre nämlich ein GNOME-Dialog erschienen, der gesagt hätte, dass ein Herunterfahren aufgrund nicht abgeschlossener Kopiervorgänge nicht möglich ist (um diese dann nach kurzer Zeit abzuschließen und herunterzufahren)

    Zu der gleichen Erkenntnis brachte mich aber auch

    gnome-session-inhibit --list

    mit der sehr eindeutigen Rückmeldung,

    org.gnome.Nautilus: Dateien werden kopiert (logout, suspend)

    Der Übeltäter war also Nautilus, auch wenn in der GUI keine laufenden Kopiervorgänge mehr angezeigt wurden, und ein halber Tag seit der letzten Kopieraktion vergangen war.

    Der Inhibitor von Nautilus wurde durch das Beenden des Programms (Strg+Q) nicht direkt entfernt, sondern erst nach dem erneuten Starten von Nautilus. Anschließend funktionierte Suspend und Shutdown wieder normal.

    Allerdings ist damit das grundsätzliche Problem weiterhin ungelöst: warum schließt Nautilus regelmäßig Kopiervorgänge nicht ab – oder vermutlich wahrscheinlicher: warum wird der Inhibitor regelmäßig nicht korrekt zurückgesetzt?

    Die weitere Suche heute führte zu einem entsprechenden Bug-Report für Nautilus, der mittlerweile an Gnome-Session übergeben wurde, aber bislang noch offen ist (auch bei anderen Programme scheint es ab und an zu dem gleichen Problem zu kommen, etwa durch vermeintlich nicht abgeschlossene Downloads bei Chrome oder noch laufende Videos bei Firefox).

  • Sensel Haptic Touchpad unter GNU/Linux@ThinkPad X1 2-in-1 Gen 10

    Auch unter GNU/Linux lässt sich die Intensität/Stärke des haptischen Feedbacks des Sensel Touchpads beim Lenovo ThinkPad X1 2-in1- Gen 10 (oder etwa auch dem X1 Carbon Gen 12) einstellen. Dafür einfach die folgenden Schritte abarbeiten:

    1. hid-tools installieren
    sudo pacman -S hid-tools
    1. Feature des Sensel Haptic Touchpad anzeigen
    sudo hid-feature list /dev/hidraw0
    1. Identifizieren des korrekten Feature-ID: Erste Zelle in der Zeile in der „Haptic“ und „Intensity“ steht

    Alternativ:

    sudo hid-feature list /dev/hidraw0 | grep Haptic

    Die ID sollte in der Regel „b0000“ lauten

    1. Intensität zwischen 0 und 100 Prozent festlegen, z.B. 30 Prozent mit:
    sudo hid-feature set /dev/hidraw0 -f b0000 30
    1. Mit einem Neustart wird die Einstellung wieder zurückgesetzt. Daher einfach den Prozess automatisieren:

    Quellen:

    https://wiki.archlinux.org/title/Lenovo_ThinkPad_Z16_Gen_2

  • Meine GNOME Extensions@CachyOS für 2026

    Auch wenn ich Vanilla GNOME nicht abgeneigt bin, ein paar Erweiterungen müssen es bei mir (ThinkPad X1 2-in-1 Gen 10) dann doch sein.

    • Screen Rotate: Mit dieser Erweiterung funktioniert die automatische Erkennung der Nutzung des ThinkPad im Tablet-Modus (Abschaltung Tastatur/Touchpad) und die automatische Ausrichtung des Displays beim Drehen ins Hochkantformat.
    • AppIndicator and KStatusNotifierItem Support: Notwendig, damit einige Programm-Icons im Top Panel angezeigt werden (Signal, Zoom…).
    • Dash to Dock: Der Klassiker, um ein Progammstarter-Dock an den unteren Bildschirmrand zu bekommen.
    • Caffeine: Auf die schnelle zwischendurch mal den Wechsel in den Standby verhindern.
    • Blur my Shell: Ich mag mein Top Panel transparent (also 99 % der Erweiterung unbenutzt…).
    • Bluetooth Quick Connect: Schnell Verbindungen zu Maus, Headset, usw. herstellen und beenden.
    • Control monitor brightness and volume with ddcutil: Wirklich praktisch, wenn man häufig mit einem externen Monitor arbeitet.
    • GSConnect: Verbindung zum Smartphone, um Fotos, Dateien und Zwischenablage bei Bedarf austauschen zu können.
    • Luminus: Dark Mode ist so gar nicht meins und die halbherzige Umsetzung des Light Mode bei GNOME mit weiterhin dunklen Kontextmenüs etc. ist auch nicht mein Fall.
    • Grand Theft Focus: Sonst müsste ich immer zwei Mal auf Benachrichtigungen klicken, um z.B. direkt zur neuen Mail zu kommen…
    • Battery Time (Percentage) Compact: Schleichwerbung für meine eigene Erweiterung zur Anzeige der noch verbleibenden Arbeitszeit bzw. Aufladezeit des Notebook-Akkus.

  • Meine (Open Source) Software@CachyOS für 2026

    Da ich mittlerweile ausschließlich GNOME@CachyOS nutze, gibt es dieses Jahr in meiner Open Source Softwareliste keine früher unter KDE genutzten Alternativprogramme mehr. Es werden nur noch die Programme mit Qt-GUI-Toolkit aufgeführt, auf die ich auch unter GNOME nicht verzichte. Bei einigen Kategorien habe ich mich noch nicht vollständig für ein Programm entschieden, sodass die im Moment weniger favorisierte Alternative noch eingeklammert stehen bleibt.

    KategorieGTKQt (Electron/ Java)
    DateimanagerGnome Dateien/ Nautilus
    BrowserFirefox
    PasswortmanagerKeePassXC
    MailEvolution
    (Thunderbird)

    FTP-ClientFileZilla
    OfficeLibreOffice
    Literatur-verwaltungZotero
    NotizenFolio
    (Iotas)
    Rnote
    Wissens-managementZettlr (Electron)
    Bücher-/ ComicverwaltungBookworm
    Komikku
    (Calibre)
    PDF-ReaderPapers
    PDF-Split & Merge/ -EditorPDF Arranger
    Dokumenten-managementPaperwork
    FotoverwaltungShotwell
    FotobearbeitungGIMP
    Darktable
    VektorgrafikInkscape
    ScreenshotsScreenshot Tool
    Screencast(GPU Screen Recorder)
    EditorBluefish
    Desktop PublishingScribus
    VideoCine/ mpv
    (Celluloid/ mpv)
    (Videos)
    (VLC)
    ÖR-MediathekMediathekView (Java)
    YouTube-ClientFreeTube (Electron)
    Musikplayer/ -managementDecibels
    Lollypop
    Podcasts
    GamingLutrisRetroArch
    MessengerSignal (Electron)
    Mastodon-ClientTuba
    RSS-ReaderNewsFlash
    Datenbank-verwaltungDB Browser for SQLite
    Quantitatives StatistiktoolPSPP
    Qualitative AnalyseQualCoder
    Geo-DatensystemQGIS
    KI-Assistent/ LLMNewelle/ ollama
    BackupDéjà Dup
    (Timeshift)
    Konsole/ TerminalConsole
    FernwartungRustdesk
    Weitere ProgrammeRailway
    Gnome Kalender
    Gnome Karten
    Gnome Kontakte
    LeoCAD

    Zu den oben genannten Programmen gesellen sich noch drei proprietäre Anwendungen:

    Softmaker Office, Zoom Workplace, Microsoft Teams (PWA)

  • Time to say goodbye @Apple – Part I

    Zum ersten Mal seit 15 Jahren besitze ich kein MacBook mehr. Immer wieder hatte ich zwar ein Notebook mit GNU/Linux als Zweitrechner zum Ausprobieren und Rumspielen, aber mein Hauptgerät (insbesondere zum Arbeiten) war immer ein MacBook. Jetzt nutze ich seit mehreren Wochen ausschließlich mein ThinkPad X1 2-in-1 Gen 10 mit CachyOS (auch an der Arbeit) und habe mein MacBook verkauft.

    Mein iPad nutze ich ebenfalls bereits seit längerem nur noch sporadisch, sodass auch hier der Verkauf ansteht und dann ebenfalls nach 15 Jahren das erste Mal bei mir kein iPad mehr im Einsatz sein wird. Dessen Funktionalität übernimmt jetzt auch das 2-in-1 ThinkPad. Das ist mit 1,38 kg zwar 150 g schwerer als das verkaufte MacBook Air 13 M2, aber deutlich leichter als die Kombination aus MacBook und iPad Pro 12 M2.

    Bereits verkauf ist auch mein Apple TV 4k. Die Streaming-Apps auf meinem Fernseher erfüllen die Aufgabe auch nicht viel schlechter.

  • Meine (Open Source) Software@macOS für 2026

    Auf dem MacBook Air nutze ich aus Bequemlichkeit, wegen guter Systemintegration usw. einige apple-eigene Software sowie aus berufsbedingten Kompatibilitätsgründen andere proprietäre Software. Daher ist der Open Source-Anteil weiter ausbaufähig.

    SoftwarekategorieProprietärOpen Source
    BrowserSafari(Chromium)
    Firefox
    PasswortmanagerApple Passwörter
    MailApple Mail
    FTP-ClientCyberduck
    OfficeMicrosoft Office 2024
    (Softmaker Office Professional 2024)
    LibreOffice
    LiteraturverwaltungZotero
    NotizenApple Notizen
    (Notability)
    WissensmanagementZettlr
    Bücher- & ComicverwaltungApple Bücher
    PDF-Reader & EditorApple Vorschau
    FotoverwaltungApple Fotos
    FotobearbeitungGIMP
    VektorgrafikInkscape
    Screenshots & -castApple Bildschirmfoto
    EditorCotEditor
    Desktop PublishingScribus
    Videoplayer &-mediathekenApple Video
    (Amazon Prime Video)
    IINA
    MediathekView
    FreeTube
    Musikplayer &-managementApple Musik
    GamingSteamHeroic
    VideokonferenzZoom
    Microsoft Teams
    Adobe Connect
    (Webex)
    Facetime
    MessengerApple NachrichtenSignal
    Mastodon-ClientIce Cubes
    RSS-Reader(Reeder)
    DatenbankverwaltungDB Browser for SQLite
    TranskriptionNoScribe
    Quantitatives StatistiktoolPSPP
    Qualitative AnalyseQualCoder
    Geo-DatensystemQGIS
    FernwartungRustDesk
    NetzwerkWireshark
    Künstliche Intelligenzollama
    Mistral NeMo
    BackupApple Time Machine
    Weitere ProgrammeStudio 2.0
    Apple Kalender, Kontakte, Karten
    ToolsBetterTouchToolKeepingYouAwake
    MonitorControl
    uBlock Origin Lite
    SaneSideButtons
    Rectangle
    BlackHole
    yt-dlp
    Pika

  • AUR: Fehler beim Kompilieren von GNU PSPP

    Der Versuch, das im AUR befindliche Statistikprogramm GNU PSPP in der Version 2.0.1-2 zu kompilieren, führt zu einem Abbruch mit dem Hinweis auf fehlende png-Dateien. Dieser Fehler kann einfach umgangen werden, indem man nach dem Start des Kompilieren die fehlenden Dateien einfach im entsprechenden Verzeichnis im Cache anlegt.

    Unter CachyOS mit paru als pacman wrapper wäre das Vorgehen also wie folgt:

    cd ~/.cache/paru/clone/pspp/src/pspp-2.0.1/doc/pspp-figures
    touch tutorial2a.png
    touch tutorial2b.png
    touch tutorial5a.png
    touch tutorial5b.png
    touch tutorial7a.png
    touch tutorial7b.png 

  • Meine (Open Source) Software@macOS für 2025

    Auf dem MacBook nutze ich aus Bequemlichkeit, wegen guter Systemintegration usw. einige apple-eigene Software sowie aus berufsbedingten Kompatibilitätsgründen andere proprietäre Software. Daher fällt der Open Source-Anteil leider doch etwas geringer aus.

    SoftwarekategorieProprietärOpen Source
    BrowserSafariFirefox
    PasswortmanagerApple Passwörter
    MailApple Mail
    FTP-ClientCyberduck
    OfficeMicrosoft Office 2024
    Softmaker Office Professional 2024
    LibreOffice
    LiteraturverwaltungZotero
    NotizenApple Notizen
    WissensmanagementZettlr
    Bücher-/ Comicverwaltung(iPadOS: Apple Bücher)
    (iPadOS: Chunky Comic Reader)
    PDF-ReaderApple Vorschau
    PDF-Split & Merge/ -EditorApple Vorschau
    Dokumentenmanagement
    FotoverwaltungApple Fotos
    FotobearbeitungGIMP
    VektorgrafikInkscape
    ScreenshotsApple Bildschirmfoto
    ScreencastApple Bildschirmfoto
    EditorCotEditor
    Desktop PublishingScribus
    VideoIINA
    ÖR-MediathekMediathekView
    YouTube-ClientFreeTube
    Musikplayer/ -managementApple Musik
    GamingSteamHeroic
    VideokonferenzZoom
    Microsoft Teams
    Adobe Connect
    Webex
    MessengerApple NachrichtenSignal
    Mastodon-ClientIce Cubes
    RSS-ReaderReeder (insb. iPadOS)
    DatenbankverwaltungDB Browser for SQLite
    TranskriptionNoScribe
    Quantitatives StatistiktoolPSPP
    Qualitative AnalyseQualCoder
    Geo-DatensystemQGIS
    FernwartungRustDesk
    NetzwerkWireshark
    Künstliche Intelligenzollama
    BackupApple Time Machine
    Weitere ProgrammeStudio 2.0
    Apple Kalender, Kontakte, Karten
    ToolsBetterTouchToolKeepingYouAwake
    MonitorControl
    uBlock Origin Lite
    BlackHole
  • Meine Open Source Software für 2025

    UPDATE: 13.12.2025

    Mittlerweile bin ich zwar bei GNOME@CachyOS EndeavourOS als daily driver angekommen, die Liste mit meiner bevorzugten Open Source Software führe ich aber dennoch zweigeteilt fort, da ich bei den GUI-Toolkits nicht konsequent bin 😉 mit der Ausnahme, dass ich versuche, um Electron so weit wie möglich (es gibt Ausnahmen) einen Bogen zu machen.

    SoftwarekategorieKDEGnome
    Browser—>Firefox (GTK)
    PasswortmanagerKeePassXC (Qt)<—
    MailKMail (Qt)
    —>
    Evolution (GTK)
    Thunderbird (GTK)
    FTP-ClientFileZilla (Qt)<—
    OfficeLibreOffice (Qt)LibreOffice (GTK)
    Literaturverwaltung—>Zotero (GTK)
    NotizenNotes (Qt)
    QOwnNotes (Qt)
    Folio (GTK)
    Iotas (GTK)
    Gnote (GTK)
    WissensmanagementZettlr (Electron)Zettlr (Electron)
    Bücher-/ ComicverwaltungCalibre (Qt)Bookworm (GTK)
    Komikku (GTK)
    PDF-ReaderOkular (Qt)Papers (GTK)
    Evince (GTK)
    PDF-Split & Merge/ -EditorPDF Mix Tool (Qt)
    PDF4Qt (Qt)
    PDF Arranger (GTK)
    DokumentenmanagementPaperless -ngx (AngularJS)Paperwork (GTK)
    FotoverwaltungDigikam (Qt)Shotwell (GTK)
    FotobearbeitungKrita (Qt)GIMP (GTK)
    Darktable (GTK)
    Vektorgrafik—>Inkscape (GTK)
    ScreenshotsFlameshot (Qt)Screenshot Tool (GTK)
    ScreencastSimpleScreenRecorder (Qt)
    vokoscreen (Qt)

    <—
    EditorNotepadqq (Qt)Bluefish (GTK)
    Desktop PublishingScribus (Qt)<—
    VideoVLC (Qt)Videos (GTK)
    Celluloid (GTK)
    ÖR-MediathekQMediathekView (Qt)MediathekView (Java)
    YouTube-ClientFreeTube (Electron)FreeTube (Electron)
    Musikplayer/ -managementElisa (Qt)
    Musique (Qt)
    Decibels (GTK)
    Lollypop (GTK)
    Podcasts (GTK)
    Gaming—>
    RetroArch (Qt)
    Lutris (GTK)
    <—
    MessengerSignal (Electron)
    Axolotl (Qt)
    Signal (Electron)
    Flare (GTK)
    Mastodon-ClientTokodon (Qt)Tuba (GTK)
    RSS-ReaderRSS Guard (Qt)NewsFlash (GTK)
    DatenbankverwaltungDB Browser for SQLite (Qt)<—
    Quantitatives Statistiktool—>PSPP (GTK)
    Qualitative AnalyseQualCoder (Qt)<—
    Geo-DatensystemQGIS (Qt)<—
    BackupBack In Time (Qt)Déjà Dup (GTK)
    Timeshift (GTK)
    Konsole/ TerminalConsole (GTK)
    FernwartungRustdesk (GTK)
    Weitere Programme—>
    LeoCAD (Qt)
    Railway (GTK)
    <—
  • Shell Skript als Icon im Dock@macOS

    Um bei macOS ein Icon im Dock abzulegen, über das ein Shell Skript ausgelöst werden kann, gibt es zwei Lösungen. Hierfür im Folgenden als Beispiel das Ausführen von PSPP, wenn dieses über Homebrew installiert worden ist. Hierfür muss normalerweise psppire (/opt/homebrew/Cellar/pspp/2.0.1/bin/psppire) im Terminal ausgeführt werden.

    1. In der ersten Variante erstellen wir für unser Script zunächst eine Datei „PSPP.command“.
    2. In diese kommt unser Skript:
      #!/bin/bash
      psppire
    3. Jetzt die Datei noch ausführbar machen:
      chmod +x /Pfad/zur/Datei/PSPP.command
    4. Um diese Skript-Datei im Dock ablegen zu können, müssen wir sie zunächst umbenennen. Im Finder oder über das Terminal:
      mv /Pfad/zur/Datei/PSPP.command /Pfad/zur/Datei/PSPP.app
    5. Jetzt die Datei einfach auf das Dock ziehen, um sie dort abzulegen. Soll das Icon angepasst/geändert werden, reicht ein Rechtsklick auf die Datei im Finder, dann im Menü „Informationen“ auswählen und dort einfach die gewünschte ico-Datei auf das Icon in der Ecke oben links ziehen (das Icon im Dock ändert sich ggf. nicht sofort, sondern erst nach dem ersten Start).
    6. Zum Schluss noch die Skript-Datei im Finder oder über das Terminal wieder umbenennen:
      mv /Pfad/zur/Datei/PSPP.app /Pfad/zur/Datei/PSPP.command
    7. Jetzt kann das Shell Skript einfach über das Icon im Dock gestartet werden.

    Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass sich beim Start des Skripts ein Terminal-Fenster öffnet, dass nach dem Beenden des aufgerufenen Programms/Skritps nicht automatisch wieder verschwindet, sondern von Hand geschlossen werden muss. Diese lässt sich mit der zweiten Methode verhindern, die Apples kurztbefehle.app (Shortcut.app) nutzt.

    1. Für die zweite Variante rufen wir die Kurzbefehle App von Apple auf und erstellen über das Plus-Symbol einen neuen Kurzbefehl.
    2. Mit einem Klick auf „Titel“ am oberen Bildschirmrand können wir den Kurzbefehl in „PSPP“ ändern (mit einem Klick auf das Icon neben dem Titel können alternative vorgegebenen Grafiken genutzt und die Farbe angepasst werden. Ein eigenes Icon kann mit Schritt 7 genutzt werden).
    3. Um Shell Skripte als Kurzbefehle zu ermögliche, muss in den Einstellungen der App (Shortcut Command+,) unter „Fortgeschritten“ zunächst noch ein Häckchen bei „Ausführen von Skripten erlauben“ gesetzt werden.
    4. Jetzt einfach über die Suchmaske rechts nach „Skript“ suchen und „Shell-Skript ausführen“ auswählen.
    5. Für das Beispiel muss im Gegensatz zu Variante 1 der komplette Pfad zur PSPP-Binary (also „/opt/homebrew/Cellar/pspp/2.0.1/bin/psppire“ statt einfach nur „psppire“) eingegeben werden. Unter Shell kann noch die gewünschte Shell (z.B. bash) ausgewählt werden.
    6. Jetzt können wir wieder zurück zum Hauptfenster der Kurzbefehle App wechseln und mit einem Rechtsklick auf unseren neuen Kurzbefehl „Zum Dock hinzufügen“ auswählen.
    7. Um ein eigenes Icon zu nutzen, reicht ein Rechtsklick auf das Icon im Dock, um dann unter „Optionen“ „Im Finder anzeigen“ auszuwählen. Das Ändern das Icons erfolgt wie in Variante 1: über einen Rechtsklick auf die Datei im Finder, dann im Menü „Informationen“ auswählen und dort einfach die gewünschte ico-Datei auf das Icon in der Ecke oben links ziehen (das Icon im Dock ändert sich ggf. nicht sofort, sondern erst nach dem ersten Start).
    8. Jetzt kann das Shell Skript einfach über das Icon im Dock gestartet werden.

    In dieser Variante öffnet sich kein Terminal-Fenster mehr. Beide Varianten führen jedoch während der Laufzeit des Skripts zu einem zusätzlichen Shell-Skript-Icon im Dock. Darüber hinaus findet sich unter diesem und nicht beim eigentlichen Icon der Indikator-Punkt dafür, dass die App läuft.

    Quellen