Fedora 30@Lenovo ThinkPad T490s

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht darüber, wie gut sich das neue Lenovo ThinkPad T490s unter GNU/Linux am Beispiel von Fedora 30 schlägt.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich dabei auf:

  • Lenovo ThinkPad T490s (i5-8265U, Low-Power-Full-HD), mit BIOS Version 1.7
  • Fedora 30 64bit
  • Kernel 5.1.7

Das Starten der Live Version von Fedora 30 funktioniert mit UEFI problemlos (nicht mit aktiviertem SecureBoot getestet). Die Out-of-the-Box Funktionsfähigkeit des ThinkPad T490s sieht unter Fedora 30 mit akutalisiertem Kernel gut aus, wie in der folgenden Tabelle zu sehen.

FunktionStand der Dinge
TouchpadTapToClick und TwoFingerScroll funktionieren.
PinchToZoom funktioniert (Dokumentenbetrachter)
Hardware Links-/Rechtklick funktionieren.
Separates Abschalten des Touchpad funktioniert (Abschalten im BIOS hat keine Auswirkung)
Handballenerkennung (palm rejection) funktioniert.
TastaturFunktioniert problemlos.
TrackPointFunktioniert problemlos.
TrackPoint TastenFunktioniert problemlos (inkl. scrollen über mittlere Taste).
USB-C AnschlussAufladen ohne Probleme (neben dem Originalnetzteil getestet mit Lenovo* 45 Watt).
USB-C auf HDMI: problemlos (4k 60Hz).
Aufladen über USB-C Powerbank: funktioniert (getestet mit: Aukey*).

USB-C auf VGA: nicht getestet.
USB-C auf USB-A: nicht getestet.

USB-C Festplatte: funktioniert.
USB-C Monitor/Dock: Aufladen, USB-Ports und Video problemlos (4k 60Hz an LG Monitor getestet).
USB-C Anschluss   (mit Thunderbolt 3) Aufladen ohne Probleme (neben dem Originalnetzteil getestet mit Lenovo* 45 Watt).
USB-C auf HDMI: problemlos (4k 60Hz).
Aufladen über USB-C Powerbank: funktioniert (getestet mit: Aukey*).

USB-C auf VGA: nicht getestet.
USB-C auf USB-A: nicht getestet.

Thunderbolt über USB-C: USB (Maus, Tastatur) und Video problemlos (4k 100Hz an Samsung C34J791* getestet).
USB-C Monitor/Dock: Aufladen, Video und USB-Ports funktionieren problemlos (an LG 27UD88*  getestet).
KameraFunktioniert problemlos.
Fingerprint ReaderNicht getestet, soll nicht funktionieren.
SmartCard ReaderNicht getestet, soll funktionieren.
AudioSoundausgabe funktioniert problemlos.
Mikrofon funktioniert problemlos.
WLanFunktioniert problemlos.
BluetoothFunktioniert problemlos.
WWAN/ LTEnicht vorhanden (aber nachrüstbar, Antennen vorhanden).
USB-A AnschlussFunktioniert problemlos.
HDMI AnschlussFunktioniert problemlos.
RJ45-NetzwerkanschlussNicht getestet, nur über propritären Adapter.
KopfhöreranschlussFunktioniert problemlos.
MicroSD-KartenleserFunktioniert problemlos (Karte verschwindet durch Tray vollständig im Gehäuse).
Sleep/Wakeup   (beim Zuklappen) Funktioniert erst nach „Eingriff„.
StandbyFunktioniert erst nach „Eingriff„.
ShortcutsStand der Dinge
Bildschirmhelligkeit (F5+F6)Funktionieren problemlos.
Keyboard Backlight (Space)Funktioniert problemlos.
Lautstärke (F1+F2+F3)Funktionieren problemlos (lautlos inkl. Licht).
Mikrofon (F4)Funktioniert problemlos (stumm inkl. Licht).
Externer Bildschirm (F7)Funktioniert problemlos.
FnLock (F1)Funktioniert problemlos (inkl. Licht).
Flugmodus (F8)Funktioniert problemlos.
Einstellungen (F9)Funktioniert problemlos.
Bluetooth (F10)Funktioniert problemlos.
Keyboard (F11)Funktioniert nicht (xev zeigt kein Keyevent).
Lesezeichen (F12)Funktioniert problemlos.

Stromverbrauch (tlp installiert):

  • Im Standby verliert das ThinkPad T490s innerhalb von 24 Stunden etwa 15% Akkukapazität. Die Standbyzeit beträgt damit hochgerechnet etwas 6,7 Tage.
  • Bei leichter Arbeit (LibreOffice Writer, Firefox WordPress, Evolution) komme ich auf einen Verbrauch von um die 5 Watt (bei einer Bildschirmhelligkeit von Stufe 4 = 20%). Die Laufzeit liegt damit bei etwa 11 Stunden.
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Fedora 30@ThinkPad T490s: Suspend Error

Nach der Installation von Fedora 30 und TLP auf dem Lenovo ThinkPad T490s funktioniert der Wechsel in den Standby (Suspend to RAM; STR) beim Schließen des Notebookdeckels oder Nutzung des Suspend-Buttons nicht. Stattdessen gibt es nur eine Fehlermeldung im Journal:

pci_pm_suspend(): hcd_pci_suspend+0x0/0x30 returns -16
dpm_run_callback(): pci_pm_suspend+0x0/0x170 returns -16
PM: Device 0000:00:14.0 failed to suspend async: error -16
PM: Some devices failed to suspend, or early wake event detected

Um diesen Fehler im xhci Controller zu beheben, muss nur eine Datei, etwa mit dem Namen „xhci.sh“, im Verzeichnis „/usr/lib/systemd/system-sleep/“ mit dem folgenden Inhalt angelegt werden:

#!/bin/sh

if [ "${1}" == "pre" ]; then
  # Do the thing you want before suspend here, e.g.:
  echo "Disable broken xhci module before suspending at $(date)..." > /tmp/systemd_suspend_test
  grep XHC.*enable /proc/acpi/wakeup && echo XHC > /proc/acpi/wakeup
elif [ "${1}" == "post" ]; then
  # Do the thing you want after resume here, e.g.:
  echo "Enable broken xhci module at wakeup from $(date)" >> /tmp/systemd_suspend_test
  grep XHC.*disable /proc/acpi/wakeup && echo XHC > /proc/acpi/wakeup
fi

Anschließend die Datei noch ausführbar machen:

sudo chmod +x /usr/lib/systemd/system-sleep/xhci.sh

Im Anschluss sollte sich das ThinkPad T490s normal in den Standby versetzen lassen. Der Batterieverbrauch liegt dann etwa bei 15% innerhalb von 24 Stunden, was zu einer Standbyzeit von etwa 6,7 Tagen führt.

Quellen:

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Licht und Schatten beim Samsung C34J791W UltraWide WQHD-Monitor

Der Samsung C34J791W* vereint einige nette Features: eine UltraWide WQHD Auflösung von 3440 x 1440 Pixel (21:9) auf 34 Zoll (und damit etwa 109 PPI), zwei Thunderbolt 3 Anschlüsse (davon einer mit 85 Watt PowerDelivery und der andere mit 15 Watt) sowie ein von Haus aus höhenverstellbares Curved-Display mit 100Hz Bildwiederholfrequenz und Freesync-Funktionalität (die prinzipiell auch mit G-Sync-Compatible funktioniert).

Leider gibt es aber auch einige Schattenseiten. Vor dem Kauf bekannt: das Display hat nur ein C-Rating in der Energiebilanz. Außerdem gibt es keinen „alten“ USB-Uplink-Port für den im Monitor verbauten USB-Hub. Der Uplink funktioniert also nur über die beiden Thunderbolt 3/ USB-C Ports. Der Anschluss eines „normalen“ Computers erfoldert auf dessen Seite also einen USB-C Anschluss. Dafür den Virtual-Link-Port der GeForce RTX Grafikkarten zu nutzen, ist möglich – allerdings bei mir nur für entweder USB oder Bild per DisplayPort-Alt-Modus. Zum Betrieb nutze ich also den normalen DisplayPort-Anschluss für das Bild und den Virtual-Link-USB-C-Port für den Hub.

Nervig wird es, wenn man zwei oder mehr Geräte mit dem Monitor verbindet und häufiger zwischen diesen wechseln möchte.

Problem 1: Der Samsung hat für die Bedienung nur ein Steuerkreuz, das vier Positionen und einen Mittelklick kennt. Eine einfacher Druck auf einen dezidierten Knopf für den gerade gewünschten Eingangs ist also nicht möglich.

Problem 2: Auch im OnScreenMenü gibt es keine Auswahloption für den gewünschten Eingang. Der Monitor schaltet entweder automatisch mit einigen Sekunden Verzögerung zyklisch alle Eingänge durch, bis er den nächsten gefunden hat, an dem ein Signal anliegt. Oder man kann manuell drücken, damit er zum nächsten Eingang springt.

Problem 3: Der Aufruf des OnScreenMenüs (über den Mittelklick) funktioniert nicht immer. Zum Beispiel nicht, wenn der Monitor gerade ein Signal sucht. Generell scheint sich das Menü nur bei erkanntem und anliegenden Bildsignal anzeigen zu lassen.

Problem 4: Es gibt keine Möglichkeite, den USB-Hub mit den Signal-Eingängen zu koppeln. Sprich: Wenn ich das per Thunderbolt 3 angeschlossenen MacBook, das die Tastatur/Maus nutzt die über dem Monitor-Hub angeschlosssene sind, in den Ruhemodus versetzte und den Monitor-Eingang auf den am DisplayPort angeschlossenen Computer wechsel, bleiben Tastatur/Maus weiterhin mit dem MacBook verbunden. Erst wenn ich kurz das Thunderbolt 3 Kabel abziehe, wechselt der Monitor den USB-Hub mit Tastatur/Maus (der Hub läuft dann über den parallel zum DispalyPort per USB-C mit dem zweiten Thunderbolt Anschluss verbundenen Computer).

Dieses Problem ließe sich vermutlich umgehen, wenn der Virtual-Link-USB-C Anschluss der GeForce sowohl USB als auch DisplaPort-Signale übertragen würde (dann bliebe nur noch das Problem, dass über USB-C nur 60Hz Bildwiederholfrequenz möglich sind).

Folgeproblem: Wenn dann der Computer mit Hub läuft, ist bei laufendem Rechner kein Wechsel zurück zum MacBook möglich. Das MacBook wird bei der Signalsuche des Monitors nicht aufgeweckt, weil der Hub und damit Tastatur/Maus weiterhin mit dem Computer verbunden sind.

Problem 5: Der Monitor besitzt keinen physikalischen Ausschalter, lässt sich aber zumindest über das OnScreenMenü abschalten. Leider werden beim Abschalten auch die Thunderbolt 3 Ports ausgeschaltet, so dass ein verbundenes Notebook in diesem Zustand nicht mehr geladen wird. Das wirklich Problem ergibt sich aber dadurch, dass der alternative Standby nicht wirklich funktioniert. Denn wenn ich das MacBook in den Ruhezustand versetze, wacht der Samsung Monitor etwa alle 30 Sekunden auf, zeigt einen schwarzen Bildschirm mit dem Eingangsnamen und durchsucht alle Eingänge nach anliegenden Signalen. Ausschalten kann ich den Bildschirm dann aber auch nicht, weil dann ja das MacBook nicht mehr geladen wird.

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