Lenovo ThinkPad T480s – Erster Eindruck

Hier eine kurze List mit den Punkten, die mir beim neuen Lenovo ThinkPad T480s positiv oder negativ aufgefallen sind.

Positiv

Gewicht/ Größe: Lenovo hat mit dem ThinkPad T480s die T4X0s Serie noch näher an die X1 Carbons herangebracht. Mit 1,35 kg und 33,1 x 22,7 x 1,85 liegen die äußeren Maße nicht mehr weit vom X1C (1,13 kg, 32,4 x 21,7 x 1,6 ) entfernt.

Display: Das WQHD-Panel (2560 x 1440 Pixel) ist matt, kommt ohne PWM und ist mit 330-350 cd/m2 jetzt auch gerade so ausreichend hell, um damit auch mal halbwegs bei Sonneneinstrahlung arbeiten zu können.

ThinkShutter: Die wahrscheinlich bester Erfindung der letzten Jahre. Während Apple mit der Touch Bar eine nicht funktionierende Lösung für ein nicht existentes Problem unter die Leute bringt, hat Lenovo 1000e Sticker vor dem zukünftigen Webcam-Zuklebe-Dasein gerettet. Der mechanische Kameraabdeckungsschieber ist schlicht eine simple Lösung für eine bestehenden Nutzerwunsch (funktioniert aber nur in Kombination mit der normalen Webcam, nicht mit der IR-Version – aber wer will schon Windows Hello…).

Upgradeability/ Wartbarkeit: Die 8GB verlöteter Arbeitsspeicher lässt sich mit einem SODIMM-Modul auf bis zu 24GB aufrüsten, die M.2 NVMe-SSD kann gewechselt werden, ebenso das WLan-Modul. Die WWAN-Antennen sind bereits vorverlegt und der Akku ist verschraubt. Das Innenleben versteckt sich hinter einer Abdeckung, die mit einfachen Kreuzschrauben gesichert ist.

Laufzeit: Ich komme unter GNU/Linux mit dem etwas von 51 auf 57 Wh vergrößerten Akku auf 10+ Stunden.

USB-C/ Thunderbolt 3 Anschluss: Endlich sitzen die Anschlüsse, entsprechend dem neuen Layout für das Docking, an der hinteren linken Seite (beim T470s kollidierte noch ein angeschlossenes Kabel in der Mitte der rechten Seite mit einer rechtshändigen Mausnutzung).

Tastatur: Gewohntes ThinkPad-Layout, wobei die Tastatur, aufgrund der geringen Gehäusehöhe, einen etwas flacheren Anschlag hat (was meinen Tippgewohnheiten sehr entgegenkommt), als die alte Geräte der alten T-Serie.

Negativ

Tastatur: Leider hat die Tastatur aber auch einen gravierenden Nachteil: die Tastenkappen sind meines Erachtens nach extrem glatt. So rutsche ich beim schnellen Schreiben immer mal wieder auf Nachbartasten, weil die Oberfläche keinen Rutschwiderstand bietet.

USB-C/ Thunderbolt 3 Anschluss: Leider ist nur der USB-C Anschluss am Docking-Port Thunderbolt 3 fähig. Der lässt sich mit einem „normalen“ Kabel etwas umständlicher bedienen, da aufgrund der auf das Docking seltsam zugeschnittenen Öffnung, das Einstecken des Kabels etwas friemelig ist.

TrackPoint-Tasten: Hier liegt leider fast ein Ausschlusskriterium für eine dauerhafte Nutzung des ThinkPad T480s vor. Mit der neuen Hardwareversion der TrackPoint-Tasten hat Lenovo evtl. die Frusttoleranz bei einigen überschritten. Erstens ist das weiche und weitgehend lautlose Auslösen der Tasten einem kurzen, lauten und (nach)hallenden Klicken gewichen. Zweitens – und das ist fast ein KO-Kriterium – registrieren die Tasten einen Klick nur noch bei festem Druck auf die vertikale Mittellinie der Tasten. Ein leichter Druck auf die (mit roter Linie versehene) Kante der linken und rechten Taste (also angrenzend an das Trackpad) (und die obere Kante der mittleren Taste) wird zwar mit einem hör- und fühlbaren Klick bestätigt, führt aber nicht zur Auslösung eines echten Klicks:  siehe mein YouTube-Video. Damit wird das Arbeiten mit dem TrackPoint bei einer dementsprechend Klickgewohnheit zur Tortur, weil man entweder andauern klickt und nichts passiert oder beginnt auf die Tasten einzuhämmern.

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