MacBook Tastaturlayout – Einfacher Programmieren mit Karabiner

Was mich beim Programmieren auf meinem MacBook wirklich nervt, ist das bescheidene deutsche Tastaturlayout. Insbesondere kann ich mir einfach die Position der eckigen Klammern und der Tilde nicht blind merken. Der Backslash ist nicht einfach zu erreichen und nach Pipe suche ich auch immer mal wieder an der falschen Stelle…

Auftritt Karabiner.

karabinerMit dem kleinen (aber nicht gerade übersichtlichen) Public Domain Programm kann fast beliebiges Remapping von Tasten betrieben werden. Ausgenommen ist das Umbelegen von Systemsondertasten (wie etwa Caps Lock/Feststelltaste – dafür müsste man Karabiner mit Seil kombinieren… zum Programmieren und störungsfreien Schreiben reicht es mir aber schon, über „Systemeinstellungen->Tastatur: Sondertasten“ die Feststelltaste einfach mit „Keine Aktion“ zu belegen). Darüber hinaus bietet das Tool noch jede Menge andere Einstellmöglichkeiten, wie etwa die Einstellung von Tastenanschlägen im ms Bereich oder eine Erweiterung für Multitouch-Events auf dem TouchPad.

Heruntergeladen und installiert, muss dem Programm zunächst über „Systemeinstellungen->Sicherheit->Privatsphäre: Bedienungshilfen“ noch erlaubt werden, das MacBook zu steuern. Wenn Karabiner läuft, sind einige Dinge schon voreingestellt. Dazu gehört etwa die Tastenkombination fn+Backspace für Forward Delete oder fn+Pfeiltasten für PageUp, PageDown, Home und End.

Um jetzt eigene Tastenkombinationen zu definieren, startet man Preferences über des Icon in der Menübar. Wenn man unter dem Reiter „Misc & Uninstall“ auf den Button „Open private.xml“ klickt, kann man anschließend die Datei in einem Editor seiner Wahl öffnen.

Die Syntax für eine eigene Tastenkombination sieht wie folgt aus:


 Name der Tastenkombination
 private.eideutiger_kurzname
 __KeyToKey__ KeyCode::ORIGINAL_TASTEN_CODE, ModifierFlag::ORIGINAL_TASTEN_CODE, KeyCode::GEMAPPTER_TASTEN_CODE

Dabei können mehrere „autogen“ (und damit Tastenzuweisungen) in einem „item“ stehen. Die verfügbaren TASTEN_CODES gibt es hier.

Nach dem Speichern muss die veränderte Datei noch unter dem Reiter „Change Key“ über den Button „Reload XML“ eingelesen werden. Wenn keine Syntaxfehler vorliegen, erscheinen die neuen Einträge in der Liste und können mit einem einfachen Klick auf ihre Checkbox aktiviert werden.

Für mich haben sich die folgenden Tastenkombinationen als hilfreich herausgestellt, die sich zum Teil am PC-Keyboard orientieren und fn-Kombinationen nutzen:


 Eckige Klammer links: fn+8
 private.bracket_left
 __KeyToKey__ KeyCode::8, ModifierFlag::FN, KeyCode::5, ModifierFlag::OPTION_L


 Eckige Klammer recht: fn+9
 private.bracket_right
 __KeyToKey__ KeyCode::9, ModifierFlag::FN, KeyCode::6, ModifierFlag::OPTION_L


 Pipe: fn+lt
 private.pipe_gt
 __KeyToKey__ KeyCode::GERMAN_LESS_THAN, ModifierFlag::FN, KeyCode::7, ModifierFlag::OPTION_L


 Tilde: fn++
 private.tilde_plus
 __KeyToKey__ KeyCode::BRACKET_RIGHT, ModifierFlag::FN, KeyCode::N, ModifierFlag::OPTION_L


 Backslash: fn+7
 private.backslash_seven
 __KeyToKey__ KeyCode::7, ModifierFlag::FN, KeyCode::7, ModifierFlag::OPTION_L, ModifierFlag::SHIFT_L

Eine weitere kleine Unterstützung bei der Programmierarbeit leistet eine vernünftige Schriftart. Ich habe mich für „Hack“ entschieden. Da ist gerade die zweite Version erschienen und die Schriftart ist Open Source. Einfach das Schriftartpaket herunterladen, die ttf-Dateien über die „Schriftsammlung“ installieren und in allen Editoren „Hack“ als Standardschriftart einstellen.

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