Blendle.com – ein Jahr später

Nach meinem ersten Fazit über blendle.com nach einem Monat lesen im Jahr 2015 wird es Zeit für ein kurzes Follow-Up. Warum nur kurz? Nun ja, nachdem ich das Fazit geschrieben hatte, habe ich keinen einzigen Artikel mehr über Blendle gelesen und auch die App deinstalliert. Stattdessen arbeite ich seitdem jeden Tag meine (eigentlich viel zu lange) Liste an RSS-Feeds über die iPad-App Newsify ab. Vermisst habe ich seitdem eigentlich nichts.

Trotzdem habe ich mich heute aus Interesse und Neugierde nochmal auf blendle.com eingeloggt. Beim kurzen Durchscrollen der vorgeschlagenen und kuratierten Artikel musste ich jedoch festgestellt, dass die Einzelpreise für Artikel immer noch bis zu 1,99 Euro betragen. Bei einer angegebenen Lesezeit von 21 Minuten verliert der Artikel auf jeden Fall im berühmt, berüchtigten Kino-Vergleich. Bei vielen Artikel zu 0,89 Euro für 4 Minuten Lesevergnügen sieht es sogar noch viel düsterer aus. Aber natürlich kommt es auf das Zeit-Kosten-Verhältnis eigentlich überhaupt nicht an.

Es ist der Preis an sich, der nicht stimmt: wenn etwa 1,99 Euro für den Leitartikel im Spiegel aufgerufen werden, während das ganze Heft 4,99 Euro kostet. Noch absurder wird es, wenn man unterschiedliche Angebote des gleichen Artikels vergleicht. So kann etwa ein normaler Spiegel-Artikel über blendle.com für 0,75 Euro abgerufen werden. Wenn man dann auf Spiegel.de sucht, bekommt man den gleichen Artikel über SpiegelPlus mit LaterPay für 0,39 Euro zum Lesen (und wem selbst das noch zu teuer ist, kann sich einfach ein Script bauen, um die von LaterPay genutzte „Verschlüsselung“, einer um eine Stelle verschobene Caesar-Chiffre, auszuhebeln). Wenn ich jetzt auch noch für jeden Artikel erstmal Preise vergleichen soll, ist das Konzept für mich nicht nur auf Grund des generellen Preisniveaus gescheitert.

Bislang fehlt es meiner Meinung nach also schlicht an einer einheitlich und vertretbaren Preisgestaltung. Beim Musikangebot ist irgendwann Apple mit 0,99 Euro pro Lied auf den Plan getreten und hat damit anscheinend ein von der Kundschaft akzeptiertes Preisniveau gesetzt.

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Baustelle vs. Paketdienst – Teil 2: DHL

Tja, hätte ich doch mal lieber das letzte Paket mit DHL statt DPD liefern lassen (leider bot die Webseite, auf der ich bestellt hatte, aber keine Auswahl des Paketdienstes an). An der Baustellensituation hat sich nichts geändert, aber DHL scheint damit besser umgehen zu können. Heute kam der DHL-Paketbote gut gelaunt vorbei und brachte Pakete. Er hatte sein Paketauto einfach an der nächsten Querstraße stehen lassen und die auszuliefernden Paket auf eine Sackkarre geladen. So konnte er die hundert Meter zu den von Baustelle und gerade arbeitendem Baggerfahrer versperrten Häusern überwinden. Vielleicht könnte sich DPD davon inspirieren lassen.

In den nächsten zwei Tagen müsste noch ein Paket mit GLS kommen. Bin gespannt, wie die sich anstellen.

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Baustelle vs. Paketdienst – Teil 1: DPD

Zur Zeit werden bei uns in der Straße neue Rohre und Anschlüsse verlegt. In der Folge ist eine Straßenseite durchgehend aufgerissen und unsere Durchfahrtsstraße als Einbahnstraße ohne Wendemöglichkeit ausgewiesen. Wenn dann tagsüber auch tatsächlich gearbeitet wird, kann es sein, dass für einige Zeit zusätzlich die befahrbare Straßenseite durch Bagger und Lastwagen versperrt ist. Dieser Zustand wird noch einige Wochen anhalten. Soweit – außer für Großeinkäufe, weil an beiden Straßenseiten jetzt absolutes Halteverbot herrscht – kein Problem. Und der Postbote kommt bei uns mit dem Rad. Leider habe ich aber nicht an die Paketdienste gedacht.

Heute sollte eine Paket mit DPD ankommen. DPD hat sogar eine tolle App, bei der man auf einer interaktiven Karte den Weg des DPD-Autos (mehr oder weniger) live verfolgen kann. Nicht nur das Zeitfenster für die Auslieferung wird dabei ständig angepasst, sondern sogar die Anzahl der zuvor auszuliefernden Pakete angezeigt. Leider kann man sich anscheinend nicht immer darauf verlassen.

Das DPD-Paketauto näherte sich kontinuierlich meiner Straße, der Auslieferzeitpunkt rückte näher und die Zahl der verbleibenden Pakete, die vorher noch ausgeliefert werden mussten, strebte gegen 0. Dabei war ich schon etwas verwundert, weil das DPD-Auto auf der Karte an unterschiedlichen Zufahrtsstraßen (jetzt gerade Sackgassen) zu unsere Baustellenstraße auftauchte. Bei drei verbliebenen Paketen kam dann in der App plötzlich die Ansage „Leider konnten wir Ihr Paket nicht zustellen. Unser Zusteller kommt noch mal.“

Super, dafür bleibt man extra zuhause. Leider wird der/die DPD-Fahrer/in auch morgen feststellen, dass die Baustelle noch da ist und das wird sich auch die nächsten Wochen nicht ändern. Würde das Paketauto an der nächsten Querstraße abgestellt, müsste der Paketbote vier Häuser weit bis zu mir laufen. Vielleicht ist das aber auch tatsächlich zu viel verlangt. Paketboten haben einfach zu viel Stress und bekommen zu wenige Gehalt. Bevor also morgen das gleiche Spiel nochmal passiert, nutze ich die tolle App und leite das Paket in eine Paketshop um. Mal sehen, ob das klappt.

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