Firefox 3.0.1@Acer Aspire One

Acer hat sich aus irgendeinem Grund dazu entschieden Firefox 2 mit seinem Linups Linux Lite System auszuliefern. Eine gute Gelegenheit schnell die gerade erschienene Version 3.0.1 parallel zu installieren.
Hier die Schritt-für-Schritt Anleitung:

  1. Firefox 3.0.1 downloaden:
    Einfach mit dem installierten Firefox die Seite http://www.mozilla-europe.org/de/firefox/ ansurfen, dann bietet euch die Webseite gleich die neue Version als tar.bz2 Archiv zum Download an. Herunterladen und vom Standardprogramm Xarchiver öffnen lassen. Dann von Firefox 2 verabschieden und schließen.
  2. Mit Xarchiver entpacken:
    WICHTIG!: Beim Dialog „Entpacken nach“ ein Häckchen bei „Dateien mit vollem Pfad entpacken“ setzten. Dann einfach nach „/tmp/“ entpacken.
  3. Verschieben:
    Terminal aufrufen (Alt+F2 „terminal“) und mit „su -“ in den root-Modus wechseln (Passwort wird abgefragt). Mit „mv /tmp/firefox/ /usr/local/firefox/“ den Ordner verschieben.
  4. Plugins einfügen:
    Mit „cp /usr/lib/firefox-2.0.0.14/plugins/* /usr/local/firefox/plugins/“ die noch fehlenden Plugin-Links einfach aus dem alten Verzeichnis kopieren.
  5. Firefox-Aufruf umleiten:
    Mit „rm /usr/bin/firefox“ die Verknüpfung zum alten Firefox löschen und mit „ln -s /usr/local/firefox/firefox /usr/bin/“ den Link auf Version 3.0.1 erstellen.

Ab sofort sollte auch die Desktop-Verknüpfung „Browser“ die neue Firefox Version 3.0.1 starten.

Zusatz: Firefox-Icon ändern
Um das blaue Internet-Icon durch das normale Firefox-Icon zu ersetzen gibt es zwei Wege:

  1. Das blaue Icon einfach ersetzen: Als root im Terminal „cp /usr/share/pixmaps/firefox.png /usr/share/pixmaps/acs_firefox.png“ ausführen, oder
  2. Pfad ändern: Als root im Terminal „mousepad /usr/share/applications/linpus-web.desktop“ öffnen und relativ am Ende die Zeile „Icon=acs_firefox.png“ auf „Icon=firefox.png“ abändern.

Skype@Acer Aspire One

Skype ist beim Acer Aspire One nicht vorinstalliert – obwohl es angekündigt war. Macht aber nichts, installieren wir es einfach selber (die Webcam wird von Skype automatisch erkannt und eingebunden).
Hier also einen Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation von Skype:
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EDIT: Mittlerweile hat Acer unter http://www.acer.com/aspireone/support/files/connect.html eine einfache Lösung zum Instalieren von Skype bereitgestellt.
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  1. Skype downloaden:
    Version 2.0 für Linux (rpm-Paket für Fedora Core 7) gibts ganz offiziell bei Skype zum Download. Einfach herunterladen und installieren (es wird automatisch von Firefox das richtige Programm zum Öffnen angegeben – man muss nach dem ersten Download aber nochmals im Download-Manager auf Öffnen klicken, weil noch das Root-Passwort abgefragt wird). Dabei müssen noch diverse Abhängigkeiten abgenickt werden und die Warnung wegen der unbekannten Paketquelle ignoriert werden.
  2. Verknüpfung erstellen:
    In der Konsole (aufrufen mit ALT+F2), dann „terminal“ eingeben und run drücken) „vi /home/user/.config/xfce4/desktop/group-app.xml“ ausführen bzw. wenn lieber ein normale Textverarbeitungsprogramm gewünscht ist „mousepad /home/user/.config/xfce4/desktop/group-app.xml“. Zeile suchen, die mit „KLEINERGLEICH!–app“ beginnt und skype enthält. Einfach das Ausrufezeichen und die beiden folgenden Minuszeichen löschen. Am Ende die beiden Minuszeichen entfernen. Die Nummern bei sequenze (die Anzeigen an welcher Stelle des Icon erscheint) müssen in jedem Abschnitt verschieden sein – also z.B. entweder Skype oder den RSS-Reader auf 7 ändern (oder den ganzen Abschnitt nach Wunsch neu anordnen – die Nummern 1-3 sind die, die direkt auf dem Desktop angezeigt werden)
    (Bei vi wechselt man mit “i” in den Editiermodus, der mit ESC wieder beendet wird. Dann kann man mit “:wq” speichern und vi beenden)
  3. Neustart:
    Die Verknüpfung sollte sich nach einem Neustart erscheinen und ab jetzt Skype starten. Damit hat man auch auf dem Acer Aspire One sein Skype wieder.

Zusatz: Autostart von Skype
Soll Skype automatisch beim Start des Acer Aspire One gestartet werden einfach folgendes machen:

  1. Terminal aufrufen und die bereits vorhanden Autostartdatei von Acer mit „cp /home/user/.config/autostart/acer-taskqueue.desktop /home/user/.config/autostart/skype.desktop“ kopieren.
  2. Mit „vi /home/user/.config/autostart/skype.desktop“ (bzw. „vi“ durch „mousepad“ ersetzen) die erstellte Datei bearbeiten und einfach „Exec=/usr/acer/bin/TaskQueueManager“ durch „Exec=skype“ ersetzen. Speichern und fertig.

ICQ@Acer Aspire One

Zum großen Erstaunen (und allgemeinen Ärgernis) kennt der Messaging Client AcerIM das ICQ-Protokoll nicht. Höchste Zeit also, das Ding durch pidgin zu ersetzten. Was leider etwas Handarbeit erfordert, da die im Repository vorhandene Version von pidgin mit dem (ebenfalls vorhandenen) veralteten libpurple-Paket nichts anfangen kann.
Hier also einen Schritt-für-Schritt Anleitung zur Installation von pidgin:
ACHTUNG! AME (Mail/Kalender/Kontakte) wird dabei auch entfernt. Was aber nicht so schlimm ist, wenn man sowieso lieber Thunderbird und Sunbird benutzt.
(Die zur Installation nötigen Paket findet ihr bei Koji)

  1. AcerIM und die veraltete libpurple muss weg:
    Im Termin (Alt+F2 „Terminal“) mit „su -“ zum Root wechseln (beim ersten Einrichten eingestelltes Passwort wird abgefragt). Zum deinstallieren einfach „yum remove libpurple“ ausführen (da AcerIM davon abhängt, fliegt es automatisch mit runter). (Wer nicht mit der Konsole arbeiten will kann mit „pirut“ das graphische Frontend zu yum aufrufen und dort das Paket „libpurple“ suchen und entfernen).
  2. Wenn libpurple in einer höheren Version als 2.4.2 installiert wird, werden die neuen Versionen von nss und nspr benötigt (evtl. nicht, wenn man eine aktuelle Version von Firefox oder Thunderbird installiert hat; bzw. evtl. alle Live-Updates gezogen hat): nspr-4.7.1-0.8.1.fc8.i386.rpm
    nss-3.12.1.1-1.fc8.i386.rpm
  3. Aktuelle Version von libpurple installieren:
    Einfach hier „libpurple-2.5.1-1.fc8.i386.rpm“ herunterladen und installieren (es wird automatisch von Firefox das richtige Programm zum Öffnen angegeben – man muss nach dem ersten Download aber nochmals im Download-Manager auf Öffnen klicken, weil noch das Root-Passwort abgefragt wird). Dabei müssen noch diverse Abhängigkeiten abgenickt werden und die Warnung wegen der unbekannten Paketquelle ignoriert werden.
  4. Aktuelle Version von pidgin installieren:
    Die passende Version „pidgin-2.5.1-1.fc8.i386.rpm“ hier herunterladen und entsprechend Punkt 2 installieren.
  5. Verknüpfung erstellen:
    Als root in der Konsole „vi /usr/share/applications/acerim.desktop“ ausführen bzw. wenn lieber ein normale Textverarbeitungsprogramm gewünscht ist „mousepad /usr/share/applications/acerim.desktop“. In den Zeilen „Comment“ „Comment[de]“ „GenericName“ „GenericName[de]“ „Name“ und „Name[de]“ kann bei Interesse ein neuer Name eingegeben werden. Wichtig ist nur die Zeile „Exec=UIM“ – diese einfach in „Exec=pidgin“ ändern und die Datei speichern (bei vi wechselt man mit „i“ in den Editiermodus, der mit ESC wieder beendet wird. Dann kann man mit „:wq“ speichern und vi beenden).
  6. Neustart:
    Die Verknüpfung sollte sich nach einem Neustart geändert haben und ab jetzt pidgin starten. Damit hat man auch auf dem Acer Aspire One sein ICQ wieder.

Zusatz: Autostart von pidgin
Soll pidgin automatisch beim Start des Acer Aspire One gestartet werden einfach folgendes machen:

  1. Terminal aufrufen und die bereits vorhanden Autostartdatei von Acer mit „cp /home/user/.config/autostart/acer-taskqueue.desktop /home/user/.config/autostart/pidgin.desktop“ kopieren.
  2. Mit „vi /home/user/.config/autostart/pidgin.desktop“ (bzw. „vi“ durch „mousepad“ ersetzen) die erstellte Datei bearbeiten und einfach „Exec=/usr/acer/bin/TaskQueueManager“ durch „Exec=pidgin“ ersetzen. Speichern und fertig.

EDIT: Links auf neue Version aktualisiert.

Acer Aspire One – (Un)nützliches Wissen – Teil I

– Mit hdparm kommt die SDD auf 27,62 MB/sec Lesegeschwindigkeit (und ist damit schneller als die SSDs der Asus EEE PCs – Benchmark-Link).

– Der 5-in-1 Card-Reader ist wirklich als solcher konzipiert. Eine SD-Karte wird festgeklickt, passt aber nicht ganz ins Gehäuse und stehen 5mm über.

– Die Maustasten sind so schmal, dass es schwierig ist (einiger Übung bedarf) das Touchpad mit zwei Fingern zu bedienen – schnell liegt der Finger, der zum Klicken gedacht ist, leicht auf dem Touchpad und man kann den Mauszeiger mit dem anderen Finger nicht mehr horizontal bewegen).

– Der SD-Slot zur Speichererweiterung ist auf der Handballenauflage mit „Storage Expansion“ gekennzeichnet.

– Das BIOS bietet wenig Möglichkeiten. Es lässt sich nicht einmal wie beim EEE PC die Webcam, das WLan/Lan oder die Soundkarte ausschalten.

– Die Verknüpfungen auf dem Linpus Linux Lite Desktop lassen sich einfach über die Datei „/home/user/.config/xfce4/desktop/group-app.xml“ verändern und neue hinzufügen. Einige sind bereits vorhanden und müssen nur noch auskommentiert werden (Skype, gftp, …) (Änderungen erfordern Neustart / Xserver Neustart).

– Auch die Namen der Dektop Abteilungen (Verbinden, Arbeit …) können einfach umbenannt werden. Dafür muss die entsprechende Datei im Verzeichnis „/usr/share/desktop-directories/“ geändert werden. Um bspw. die Abteilung „Fun“ in „Multimedia“ umzubennnen muss man mittels „su -“ (und bei der Einrichtung vergebenem Passwort) zum root wechseln und die Datei „Fun.directory“ editieren. Dort einfach den KATEGORIENAMEN ändern „Name[de]=KATEGORIENAME“ (Änderungen erfordern Neustart / Xserver Neustart).

Acer Aspire One – Terminal Shortcut

Keine Verknüpfung mit der Linux Konsole (Terminal / Console) unter Linpus Linux Lite gefunden? Dann einfach schnell selber erstellen:

– Einfach „Alt+F2“ drücken, „In Terminal ausführen“ ankreuzen und auf „Run“ klicken.
– Im Terminal mittels „cd .config/xfce4/shortcuts“ ins richtige Verzeichnis wechseln.
– Mit „vi linpus.xml“ den Editor vi starten.
– Mit „i“ in den Editiermodus wechseln
– Für einen Shortcut einfach ein neue Zeile „<shortcut command=“BEFEHL“ keys=“TASTENKOMBI“/>“ vor „</shortcuts-theme>“ anlegen (für den Teminal z.B. BEFEHL durch „terminal“ ersetzten und TASTENKOMBI durch „Alt+T“).
– Editiermodus mit „ESC“ verlassen und Datei mit „:wq“ speichern.
(Änderungen erfordern Neustart / Xserver Neustart)

Acer Aspire One – man spricht deutsch

Nachdem der Internetzugang jetzt richtig eingerichtet ist, meldet Linpus auch gleich ein neu verfügbares Update: Das Update fixed einen Bug des Update-Programms…
Die Meldung lautet:

"Es ist %i Update vorhanden
klicken Sie auf das Symbol Anmelden
zu zeigen, die verfügbaren Update."

Und hier die Erfolgsmeldung, die fast noch schöner ist:

"Online-Update Erfolg!
das Update abgeschlossen ist.
N alle müssen aktualisierten System in Kraft
treten wird nach dem Neustart.
nach Neustart sofort den Computer neu starten,
die Schließung der Rückzug auf Online-Updates."
Michigan 947 find phone

Asus Eee PC und LaTeX: LyX Version 1.5.x + TeXLive

Nachdem der schicke Eee PC endlich angekommen ist, musste ich feststellen, dass ich meine Magisterarbeit auf dem Kleinen nicht weiter bearbeiten konnte, da ich mich für LyX als „Schreibprogramm“ entschieden hatte (und die bis dahin verwendete Version leider neuer war, als die von Xandros zur Verfügung gestellte Version 1.4.3).
Bleibt also nichts anderes übrig, als selber Hand an zu legen.

Hier die evtl. im Laufe des Leeebens nötigen Repositories:

  1. deb http://xnv4.xandros.com/xs2.0/upkg-srv2 etch main contrib non-free
  2. deb http://dccamirror.xandros.com/dccri/ dccri-3.0 main
  3. deb http://www.geekconnection.org/ xandros4 main
  4. deb http://download.tuxfamily.org/eeepcrepos/ p701 main etch

Eine weiterführende Anleitung zu den Repos gibt es bei hier bei www.eeeuser.com

Bevor wir uns an LyX wagen, sollten über Synaptic (Terminal wird mit Strg+Alt+T aufgerufen; mittels „sudo bash“ gibts die nötigen Rechte; „synaptic“) die nötigsten Paket für LaTeX installiert werden:

  • texlive-base
  • texlive-common
  • texlive-doc-base
  • texlive-fonts-recommended
  • texlive-lang-german
  • texlive-latex-base
  • texlive-latex-extra
  • texlive-latex-recommended
  • texlive-pictures

Dann kann die Installation von LyX erfolgen.
Hier also die Anleitung (in diesem Fall für LyX 1.5.4):

  1. Folgende Seite aufrufen: http://download.tuxfamily.org/emiscabpo/lyx15-bpo/ und folgende Paket herunterladen:
    1. lyx-common_1.5.4-1~emiscabpo40+1_all.deb
    2. libboost-filesystem1.34.1_1.34.1-2~emiscabpo40+1_i386.deb
    3. libboost-regex1.34.1_1.34.1-2~emiscabpo40+1_i386.deb
    4. libboost-signals1.34.1_1.34.1-2~emiscabpo40+1_i386.deb
    5. lyx_1.5.4-1~emiscabpo40+1_i386.deb
  2. Pakete in der angegebenen Reihenfolge mittels „dpkg -i PAKETNAME“ installieren

Danach sollte LyX funktionieren. Für das erstellen/ansehen von PDFs muss nur noch das Default-Programm auf acroread umgestellt werden.

GTA IV – oder: Die olle Verbots/Killerspiel-Debatte

Alle Jahr wieder… kommt nicht nur eine neues GTA auf den Markt, sondern die Verbotsapostel auch wieder ein wenig Medienpräsenz. Also alles beim Alten.

Führend in der „wissenschaftlichen“ Belegung der Gefährlichkeit von „Killerspielen“ ist das KFN (Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen), wobei es natürlich gefährlich ist, etwas nicht objektiv untersuchen zu wollen, sondern mit bereits vorgefasster Meinung zu beweisen versucht…
Wenn man sich die Aussagen und leider nicht so wirklich schlüssigen Argumente und Begründungszusammenhänge eines Dr. Christian Pfeiffer (dessen Doktor-Titel in etwa so seriös ist, wie der von Dr. Uwe Boll…) ansieht, kann man echt aus der Haut fahren.

Hier ein schöner (schon etwas älterer aber passender) Blog-Eintrag von Ex-Gamestar-Chefredakteur Gunnar Lott (leider nicht mehr im Orginal auf Gamestar verfügbar).

Eine gute Übersicht über die Entwicklung der Debatte bietet heise.

Wie kann man sich überhaupt Gedanken über Killerspiele machen… wenn DJ Ötzi, die Kastelruther Spatzen und Bushido einfach einen „Echo“ verliehen bekommen, ist für uns doch sowieso schon alles zu spät.

Aber warum eigentlich nur auf die Neuen Medien abzielen? Wenn das erstmal durch ist, könnte man doch gleich danach mit den Alten Medien weiter machen. Die Kirche hat bestimmt auch den einen oder anderen Tipp zum Thema Bücherverbrennungen…

In diesem Sinne : Von China lernen, heißt siegen lernen.

Gesplittete Dateien zusammenfügen

Da reine Dateihoster meist eine Größenbeschränkung für Downloads haben, hat es sich eingebürgert große Dateien zu teilen. Wenn sie dabei gleich ins RAR-Format gepackt werden, ist es nicht weiter schwer sie wieder in den Ursprungszustand zurück zu versetzen.
Oft kommt es aber auch vor (zumeist bei Videos), dass die Datei nur gesplittet wird (zu erkennen am Dateinamen wie „video.avi.001“, „video.avi.002“ usw.).
Unter Linux kann evtl. schon ein einfacher cat-Befehl beim Wiederherstellen der Ursprungsdatei helfen:
cat video.avi.001 video.avi.002 >> video.avi
Wenn das nicht klappt kann auch die Linuxversion des oft zum Splitten verwendeten HJSplit installiert (meist nicht in den Repositories) bzw. einfach die Java-Version „hjsplit_g.jar“ benutzt werden (zum Starten einfach „java -jar hjsplit_g.jar -c join -f video.avi.001“ in der Konsole ausführen).

Links:
HJSplit Java

Backups – aber richtig

Auch unter Linux ist nichts wichtiger, als regelmäßige Datensicherung – leider gibt es wohl auch nur wenig, was so nervig ist und so oft vergessen oder hinausgeschoben wird.
Dabei muss die Datensicherung unter Linux gar kein großer Aufwand sein.

Das Tool meiner Wahl ist „rsnapshot“ (das auf rsync aufsetzt) – es kann unter XUbuntu einfach über Synaptics installiert werden.

Dreh- und Angelpunkt für die Sicherung ist die Datei „/etc/rsnapshot.conf„.
Einzustellen sind:

snapshot_root : Das Verzeichnis in das die Sicherung geschrieben wird (es sollte klar sein, dass die Sicherungskopie nicht auf das gleiche Laufwerk gehört wie die zu sichernden Dateien)

interval daily 7 : Hier müssen die gewünschten Sicherungsintervalle auskommentiert werden (diese Einstellung bestimmt nicht, wann und wie oft gesichert wird, sondern die Anzahl an Sicherungen – wenn nur daily auskommentiert wird, werden 7 Sicherungen gespeichert, bevor die älteste wieder überschrieben wird bzw. in die nächsthöhere Ebene verschoben wird, sofern eine auskommentiert wurde)

rsync_long_args : Wird hier auskommentiert, werden gelöschte Dateien auch in der Sicherung entfernt (bleiben aber bei älteren Sicherungen weiter erhalten)

exclude : (bzw. exclude_file) Hiermit können Verzeichnisse oder Dateien von der Sicherung ausgeschlossen werden

backup : Das wichtigste – hier werden die zu sichernden Verzeichnisse angegeben

Mit dem Befehl „rsnapshot configtest“ kann die erstellte Konfiguration auf Fehler überprüft werden (meistens werden ausversehen Leerzeichen anstatt die benötigten Tabulatoren verwendet).
Die Sicherung wird dann mit „rsnapshot daily“ (bzw. anderer Intervallname) gestartet. Wenn man das nicht manuell machen möchte, oder die Sicherung dann doch immer wieder vergisst, sollte man sich einen entsprechenden Cronjob einrichten.

Links:
rsnapshot.org
Kurzeinführung