re:oyd (2): Welche Serverlösung?

Die letzten Tage habe ich mit der Suche nach Serverlösungen zugebracht. Da wir ja unsere Daten zurückhaben wollen, kann ein gemieteter (V)Server natürlich keine Lösung sein. Der Server muss also in den eigenen vier Wänden stehen. Dafür müssen einige Dinge bedacht werden:

  1. Genug Bandbreite?
    Mit dem Umstieg auf VDSL sollte der Upstream zumindest so schnell sein, dass eine Homelösung tatsächlich halbwegs nutzbar ist. So große Dateien die oft geändert und synchrongehalten werden müssen habe ich eh nicht
  2. Kosten
    Nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch die Betriebskosten sind zu berücksichtigen.
  3. WAF (s. c’t)
    Das Ding muss irgendwo (in der Nähe des Routers) stehen, ohne viel Platz wegzunehmen und unansehnlich zu sein. Für mich aber noch wichtiger: LEISE muss er sein

Um die Punkt 2. und 3. zu erfüllen, soll es keine „normale“ Serverlösung werden. Viel Leistung brauche ich ja auch nicht. Daher wird es ein MiniServer auf ARM Basis werden. Damit fällt schon mal ein Lüfter als Lärmquelle weg und viel Strom verbrauchen die auch nicht. Die in letzter Zeit am häufigsten genannte Produkte gibt es nicht um die Ecke und sie sind a) unansehnlich: Raspberry Pi oder b) teuer: Trim Slice

Letztlich hat ibood auf die Sprünge geholfen. Heute gab es zufälligerweise den Pogoplug Pro im Angebot für 25,90 Euro. Den habe ich gleich bestellt – und später wieder abbestellt. Irgendwie hat ibood einen Fehler gemacht und hatte doch nicht die richtige Pro-Version im Angebot. Dafür gab es beim Hersteller die Classic-Version Pogoplug POGO-24 für nur 14,95 Euro (inkl. Versand). Für den Preis kann man ja gar nix falsch machen.

MacBook Air 11 vs. Asus Zenbook Prime UX21

Nachdem ich in den letzten Tagen das neue Asus Zenbook Prime in der 11 Zoll Variante testen konnte, möchte ich meine Eindrücke in einer kurzen Gegenüberstellung zum MacBook Air 11 schildern. Eins vorweg: Mit dem Zenbook Prime ist zum ersten Mal ein Ultrabook auf den Markt gekommen, dass für einige tatsächlich eine Alternative zum MacBook seien könnte.

MacBook Air Zenbook Prime
Prozessor max. 2,0 GHz Dual-Core i7 (3,4 GHz Turbo) max. 1,9 GHz Dual-Core i7 (3,0 GHz Turbo)
Arbeitsspeicher max. 8GB Ram 4 GB Ram
Festplatte max. 512GB SSD max. 256GB SSD
Preis 1.629 Euro (2,0GHz/4GB/256GB) 1.199 Euro (1,9GHz/4GB/256GB)
Display 1366×768 Pixel
schwach spiegelnd
1920×1080 Pixel IPS Panel
entspiegelt
Hier hat eindeutig das Zenbook mit weitem Abstand das bessere Display. Nicht nur weil es entspiegelt ist – auch wenn das MacBook Air ja zum Glück zumindest keine Glasscheibe vor dem Display hat – sondern gerade wegen der höheren Auflösung und der Blickwinkelstabilität des IPS Panels des Zenbooks. Die Pixeldichte reicht zwar an nicht an die eines Retina-Displays heran, ist aber bereits enorm scharf. Leider ist Windows aber nur unzureichend in der Lage mit hohen Auflösung bei kleinen Displays umzugehen. Um Schrift vernünftig lesen zu können, bleibt nur die Möglichkeit die Schriftgröße zu erhöhen. Dies ist standardmäßig beim Zenbook der Fall und funktioniert innerhalb von Windows meist problemlos, bei einzelnen Programmen dagegen kann die Schrift schon mal den ihr reservierten Rahmen sprengen. Noch problematischer wird es im Browser bei Webseiten mit fester Breite (etwa FAZ.de/ spiegel.de). Egal ob man die Schriftgrößen erhöht oder die Gesamtseite zoomt/skaliert, geht das Seitendesign aus der Form oder es überlagen sich Schriftteile.
Anschlüsse 2x USB 3.0
Kopfhörer/Mikrofon
Thunderbolt/DisplayPort
Strom
2x USB 3.0
Kopfhörer/Mikrofon
Mini VGA
micro HDMI
Strom
Das MacBook ist mit der Thunderbolt-Schnittstelle theoretisch flexiblere und hat die größere Bandbreite. Bisher hält sich das Angebot an passender Peripherie aber noch stark in Grenzen. Geldwerter Vorteil des Zenbook Prime ist, dass Asus direkt einen VGA-Adapter (aber keine HDMI-Adapter) und einen USB-Netzwerkadapter beilegt. Bei Apple kostet beides je 29 Euro (dafür ist der Netzadapter des MacBook dank Thunderbolt-Schnittstelle Gigabit-Lan fähig).
Gewicht 1,08 kg 1,1 kg
Größe 30,0 cm breit
19,2 cm tief
1,7 cm hoch (0,3 cm)
29,9 cm breit
19,6 cm tief
1,7 cm hoch (0,3 cm)
Auch wenn die Größenunterschiede nicht groß sind, erscheint das Asus Zenbook doch insgesamt wuchtiger. Die stark abgerundeten Ecken des MacBook und die ein wenig niedrigeren Gummifüße sind hier ausschlaggebend.
Stromanschluss MagSafe 2
45Watt Adapter
Stecker
45Watt Adapter
Der magnetische Stromadapter des MacBook ist dank Patent konkurrenzlos. Ich empfinde des Weiteren den Stromanschluss auf der linke Seite (MacBook) als angenehmer, der des Zenbook ist an der linken Notebookseite. Beide Anschlüsse haben eine LED, die anzeigt, ob das Notebook geladen wird. Der Stromadapter des Zenbook ist etwas handlicher, dafür wird nur der Stecker aber kein längeres zweites Stromkabel mitgeliefert.
Tastatur Chiclet/ beleuchtet Chiclet/ beleuchtet
Auch wenn Asus die Chiclet-Tastatur verglichen mit dem alten Zenbook erheblich verbessert hat, liegt die des MacBook Air weiter vorne. Nicht nur auf Grund des angenehmeren Tastenhubs, sondern auch wegen der Tastengröße. In der Breiten sind diese zwar gleich, aber die Tasten des Zenbooks sind nicht quadratisch und daher weniger tief. Deutlich kleiner sind die Pfeiltasten des Zenbooks ausgefallen, hier musste Asus Platz für die zusätzliche Windows-Kontext-Taste machen.
Touchpad Glas Aluminium?
Beide Tochpads haben die gleiche Größe. Das Zenbook hat zwei dezidierte Tasten, der Rest den Tochpads hat nur Tap to Click. Das Zenbook Touchpad von Elan reagiert recht zuverlässig auf Multi-Touch-Gesten (mit sowohl zwei, als auch drei Fingern) ist beim Zwei-Finger-Scrollen, was wohl mit an der Kombination mit Windows liegt, aber sehr hackelig, sobald man mit absetzenden Wischbewegungen weiter als eine Tochpad-Höhe scrollen will (das ist aber bei allen Windows-Tochpads der Fall).
Ich hatte bei meinen Schreibtests beim Zenbook das Problem, dass ich des öfteren ganze Textteile überschrieben/ markiert und gelöscht habe, weil ich aus versehen beim Schreiben mit dem Daumen oder der Handkante auf das Tochpad gekommen bin und den Cursor verschoben oder irgendwo im Text geklickt habe (das konnte ich auch nicht über umkonfigurieren des Asus Smart Detectors abstellen). Das ist mir beim Macbook bisher noch nie passiert.
Thermal-Design
Sowohl das MacBook Air als auch das Zenbook haben einen Lüfter. Beim Air ist dieser aber nur bei Belastung zu hören, im „Büromodus“ säuselt er nah an der Hörbarkeitsschwelle vor sich hin. Beim Zenbook springt der Lüfter deutlich früher und lauter an, er ist quasi immer zu hören. Das hat den Vorteil, dass das Zenbook deutlich weniger warm wird, vor allem an der Unterseite. Was auch dem Fakt geschuldet ist, dass das Air die warme Luft nach unten leitet, das Zenbook diese dagegen zwischen Tastatur und Bildschirm nach oben abgibt (auch das trägt zur Lautstärke bei).
Sound
Asus hat beim Zenbook Prime wieder mit Bang Olufsen zusammengearbeitet, was sich auszahlt. Der Sound ist für ein so flaches Notebook sehr gut. Dagegen kommt das MacBook Air nicht an.

Sony Ericsson MW600 + iPad + Samsung Wave S8500

Seit dem Update auf iOS4 hat Apple dem iPhone und dem iPad neben A2DP endlich auch die grundlegende AVRCP Unterstützung spendiert. Damit ist es nun möglich, auch die Befehle Skip/Next, Back sowie Forward und Rewind über Bluetooth Headsets zu nutzen – so auch beim Sony Ericsson MW600.

UPDATE: Das OLED-Display des Sony MW600 bleibt seit iOS5 nicht mehr dunkel. Denn Interpret und Titel einer MP3-Datei werden jetzt endlich anzeigt.

An Bedienelementen bietet das MW600 drei Tasten für Back/Rewind, Next/Forward, Play/Pause. Hinzu kommt eine Taste zum An-/Ausschalten und eine Taste zum Annehmen von Anrufen. Die Lautstärkeregelung ist über einen berührungsempfindlichen Slider gelöst. Zusätzlich ist im MW600 ein UKW Radio verbaut, bei dessen Nutzung allerdings die Verbindung zu den Bluetooth-Geräten verloren geht. Die Batterie ist wohl für etwa 8 Stunden Musikgenuss gut.

Das Mikrofon befindet sich in dem (im Übrigen mit einem Klipp zum Anstecken versehenen) Bedienelement des Bluetooth-Headsets. Bei den Kopfhörern handelt es sich um eine In-Ear-Variante, die mit drei unterschiedlich großen Ohrstöpseln ausgeliefert wird. Der Kopfhörer ist über einen normalen Stereo-Klinkenstecker mit dem Bedienelement verbunden, so dass auch andere Kopfhörer angeschlossen werden können.
Aufgeladen wird das MW600 leider nicht über einen Standard-Mini/Micro-USB-Anschluss, so dass immer das beiliegende Netzteil verwendet werden muss.

Das gleichzeitige pairen des MW600 sowohl mit dem iPad als auch dem Samsung Wave funktioniert problemlos. So kann das iPad als Musikspieler genutzt werden, während gleichzeitig Anrufe vom Wave angenommen werden können. Diese werden sowohl akustisch angekündigt als auch die Nummer des Anrufers auf dem OLED-Display angezeigt.

Nach dem Einschalten des MW600 stellt diese automatisch die Verbindung zu iPod und Samsung Wave (sofern sich diese in Reichweite befinden) wieder her, so dass beide Geräte – auch wenn das MW600 zwischendurch ausschaltet wurde – nicht aus der Tasche geholt werden müssen.