PlayStation 3 slim: Endlich die PS3 slim kommt

Die Gerüchteküche hat sie ja schon seit geraumer Zeit angekündigt (und die eine oder andere Photoshop-Arbeit inspiriert), jetzt hat Sony sich anlässlich der neuen GamesCom in Köln endlich dazu entschlossen Fakten zu schaffen.ps3slim
Die neue „Slim“-Version der PlayStation 3 soll bereits Anfang September verfügbar sein. Sony hat es nicht nur geschafft die neue PS3 schmaler und leichter zu machen, sondern (längst überfällig) auch den Preis auf 299 Euro gesenkt.
Insgesamt hat die PS3 slim ein um 32% kleineres Volumen (ist sowohl schlanker als auch kleiner) und ist 36% leichter. Da der Prozessor jetzt wohl in 45nm Technik hergestellt wird, ist auch der Stromverbrauch um 34% zurückgegangen.
ps3slimvergleichEin erster Test von engadget hat außerdem ergeben, dass die PS3 slim signifikant leiser ist (sowohl beim Spielen, als auch beim Abspielen einer Blu-ray).
Sony hat auch das Coating des Gehäuses verändert. Anstatt der Hochglanz/Klavierlack-Oberfläche gibt es jetzt die von der PS2 bekannte raue Oberfläche. Der silberne Einsatz/Streifen der alten PS3 ist ebenfalls verschwunden und mit ihm auch die Sensorknöpfe, die jetzt einem mechanischen Pendant gewichen sind. Dafür bekommt man jetzt aber immerhin eine 120GB Festplatte (die, entgegen anderslautender Gerüchte, weiterhin austauschbar ist).

EDIT:
Eine Abwärtskompatibilität mit PS2 Spielen gibt es auch bei der neuen PlayStation 3 slim nicht. Außerderm scheint keine Installationsmöglichkeit von Linux mehr vorgesehen zu sein.

EDIT 2:
slimstandDie PS3 slim scheint so schmal zu sein, dass auch Sony nicht daran glaubt, dass sie so ohne weiteres sicher hochkant aufgestellt werden kann. Ergo bietet man einfach einen Standfuß an, der mit 24 USD gar nicht so günstig ist.

EDIT 3:
Da die PS3 slim über einen neune HDMI-Chip verfügt, soll sie im Gegensatz zu den alten Modellen sowohl Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio können, als auch Bitstream output bieten. Quelle: engadget

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Und es geht wieder los…

Nach dem Amoklauf von Winnenden ist das Verbot von gewalthaltigen Computerspielen und Horrofilmen mal wieder ganz oben auf der Aktionsliste.
Stern TV hatte es gestern Abend schon angedeutet, als der Freund eines Jungen interviewt wurde, der über X Ecken davon erfahren haben will, dass der Täter lieber Counter Strike gespielt habe, als mit anderen Jungen draußen etwas zu unternehmen.
Jetzt springen auch die anderen Medien auf den Zug auf:

FAZ:

Der Amokläufer hat anscheinend in den vergangenen Monaten viel Zeit mit Killerspielen am Computer verbracht. Zu seinen Hobbys gehörte auch das Schießen mit Softairwaffen. „Das kann ich bestätigen“, sagte der Polizeisprecher Klaus Hinderer in Waiblingen der Deutschen Presse- Agentur dpa. „Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counterstrike gefunden.“

Die Welt:

Der Amokläufer von Winnenden hat gewaltverherrlichende Computerspiele gespielt. Im Haus der Eltern von Tim K. seien mehrere Computer beschlagnahmt worden, sagte Polizeisprecher Nikolaus Brenner in Waiblingen. Darauf seien typische Computerspiele gefunden worden, in denen geschossen werde.

Und um Amokläufe in Zukunft zu verhindern, gibt es natürlich auch erste Kommentare:

Der Kriminologie-Professor Hans-Dieter Schwind verlangte ein generelles Verbot von Computer-Gewaltspielen. „Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter Strike oder Crysis lernen können.“ Medieneinflüsse seien zwar keine vorrangigen Einflussfaktoren, sie begünstigten aber solche Gewalttaten.

Fazit der Kommentar: Die Gesetzeslage reicht nicht aus, ein Verbot muss her.

Obwohl eingesehen wird, das Medien „keinen vorrangigen Einflussfaktor“ darstellen, wird erst einige Absätze später, quasi nebenbei, die Frage nach dem Waffenrecht aufgeworfen.

Neben der Frage, wie mit gewalttätigen Computerspielen verfahren werden soll, wird auch eine weitere Verschärfung des Waffenrechts debattiert.

Hier wird dann aber einhellig die Meinung vertreten, dass die ensprechenden Gesetze ausreichen.

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PS3 Review: Time Crisis 4 + GunCon 3 Controller

PackungNichts bleibt mehr gleich – aber alles wie gehabt (angelehnt an einen schlechten Titelsong einer noch schlechteren Soap).

Der vierte und neueste Teil der Time Crisis Serie ist schon vor einiger Zeit erschienen, bisher (und wohl auch in Zukunft) aber nicht in Deutschland erhältlich. Dem Import aus dem Ausland (beispielsweise den USA) steht aber nichts im Wege, da fast alle Playstation 3 Spiele auf einen Regionalcode verzichten.

Mit in der – entsprechend groß dimensionierten Packung – befindet sich der GunCon 3 Controller (natürlich kann auch das PS3-Pad zum spielen benutzte werden… aber wer will das schon). Weder das Spiel noch die Lightgun gibt es im Übrigen einzeln zu kaufen – wer also zu zweit vor dem Fernseher seinem Hobby nachgeht, wird sich ein weiters Spiel kaufen oder auf einen normalen PS3-Controller ausweichen müssen. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass es bis jetzt (und das Spiel ist ja schon seit einiger Zeit auf dem Markt) kein weiteres Spiel neben Time Crisis 4 gibt, das die GunCon unterstützt. Für die Zukunft lässt das leider nicht das Beste erwarten.

GunConBereits nach dem Auspacken fällt auf, dass sich (nicht nur optisch) einiges verändert hat. Die GunCon kommt in der schicken Farbe Orange daher – ja richtig gelesen – Orange. Das ist natürlich nicht dem verqueren Geschmack des Herstellers zu verdanken, sondern der Gesetzeslage in den USA geschuldet (in Japan ist die GunCon Schwarz). Damit Spielzeugpistolen nicht mit echten Waffen verwechselt werden, gibt es sie nur in grellen Farben. (Irgendwelche Verbrecher da draußen, die schon versucht haben ihre echten Waffen orange zu färben?) Die Veränderungen hören aber nicht bei der Farbe auf. Sofort fällt auf, dass es sich bei der GunCon eigentlich gar nicht mehr um eine Pistole handelt, hat sie doch jetzt einen zweiten Griff vorne am Lauf. An dessen Front befinden sich zwei Tasten, obenauf ein analoger Stick. Dazu kommen zwei Knöpfe an der Seite der Pistole und zwei am hinteren Ende. Dort befindet sich ein zweiter analoger Stick. Die GunCon wird mittels – ausreichend langem – USB-Kabel mit der Playstation 3 verbunden.

Dioden IJetzt fehlt nur noch eine letzte Änderung: Die bewährte Lightgun-Technik, die auf dem Zeilensprungverfahren der guten alten Röhre basierte, funktioniert bei LCD, Plasma, Beamer und Co. nicht mehr: Folglich orientiert sich auch die GunCon an der Wii-Fernbedienungs-Technik. Dioden IIDie beiden mitgelieferten Infrarot-Dioden (eigentlich sind es zwei Boards mit jeweils drei Dioden) können einfach über den Rand des Fernsehers gehängt werden (sie besitzen lange Gummibänder mit Gewichten am Ende) – und werden dann per USB mit einem Port der PS3 verbunden und so über Strom versorgt (oder über ein – nicht enthaltenes – USB Netzteil). Die gesamte Technik funktioniert jedoch nur, wenn die Dioden sich über dem Bild befinden – wer einen Beamer und Leinwand hat, könnten also vor gewissen Schwierigkeiten stehen (offiziell wird übrigens nur eine maximale Bildbreite von 50 Zoll unterstützt).

FPSmodeDie Veränderungen gehen weiter, sobald das Spiel gestartet wurde. Die Grafik kommt natürlich in HD-Auflösung daher, ist ansonsten aber nicht sonderlich gut. Der Großteil der Rechenstärke der PS3 liegt brach. Neben der Grafik fällt ins Auge, dass es einen neuen Spielmodi gibt: Neben dem altbekannten Spielhallen-Arcademodus gibt es jetzt auch einen FPS-Modus. Hier läuft man nach bekannter EGO-Shooter-Manier mit Hilfe der beiden analogen Sticks (Stick der Laufhand ist für vorwärts, rückwärts und seitwärts zuständig – der Stick am Ende der GunCon 3 bewegt das Sichtfeld nach links, rechts, oben und unten), während man gleichzeitig mit der GunCon zielt. Das hört sich besser an, als es in Wirklichkeit ist. Die Koordination zwischen zielen und Sichtfeld verschieben gestaltet sich eher schwierig, so dass man zum Zielen meistens stehen bleibt (erinnert von daher ein wenig an das erzwungene Stehen bleiben bei den Resident Evil-Spielen). Dazu kommt, dass die Grafik im FPS-Modus auch eher schlechter ist und das Leveldesign mit bestem Willen gerade noch als schlicht beschrieben werden kann.
Nichts desto trotz ist es ein nettes Experiment, das kurzzeitig Interesse weckt.

ArcademodusKommen wir lieber zurück zum normalen Lightgun-Geschäft. Der Arcademodus ist solide und eigentlich genau das, was man auch erwartet hätte. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.
Aber auch hier wurde vor Veränderungen – nicht nur zum Guten – nicht halt gemacht. Nachgeladen wird nicht mehr, indem man neben den Fernseher zielt und den Abzug betätigt. Dafür muss jetzt eine extra Taste herhalten – die befindet sich zum allgemeinen Leitwesen am vorderen Griff, so dass die GunCon 3 auch im Arcademodus mit beiden Händen festgehalten werden muss. Die gleiche Taste dient im Übrigen dazu in Deckung zu gehen. So ist man vor einigen Gegnern geschützt, wenn man die Taste gedrückt hält (nachgeladen wird dann entweder wenn man die Taste loslässt oder direkt beim Herunterdrücken).

Das Konzept des „Neben den Fernseher schießens“ hat aber trotzdem überlebt. An einigen Stellen kommen Gegner von mehreren Seiten – dann kann man, indem man links bzw. rechts neben den Fernseher schießt, der Bildausschnitt entsprechend verschieben (der Charakter dreht sich quasi jeweils im 90 Grad Winkel in die entsprechende Richtung). Der Geschwindigkeit zuliebe wäre diese Funktion aber auf einem der beiden Sticks besser aufgehoben gewesen.

Alles in allem ist das Spiel ganz solide. Dank des (noch) ganz guten Dollar-Kurses – und der für die PS3 nicht vorhandenen Alternativen – kann man sich Time Crisis 4 durchaus mal ansehen – sofern man auf Lightgun-Spiele steht.

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