X-treme Series von VCL

Alter Wein in neuen Schläuchen. Ist ja im Prinzip nichts gegen auszusetzen, wenn denn wenigstens der Wein von guter Qualität ist.
Darauf ließen zumindest die Titel der neuen VCL DVD-Reihe „X-treme Series“ schließen. „Phantoms“, „Jeepers Creepers“ oder „Mimic“ sind zwar mit Sicherheit keine Top-Titel, aber immerhin erträglich. Was man von der Neuveröffentlichung leider nicht sagen kann – die ist nämlich wirklich „X-treme“ und zwar extrem schlecht.
Während die Covergestaltung noch als hässlich durchgeht, ist der Inhalt der DVDs eine Frechheit. Auf ein DVD-Menü und Zusatzinhalte kann man ja zur Not noch verzichten, wenn, ja wenn, denn wenigstens die technische Seite des Films stimmt. Nehmen wir das Beispiel „Jeepers Creepers“: Auf der Standard-DVD (aus dem gleichen Hause) liegt der Film in 1,85:1 (anamorph) vor, mit englischem und deutschem Ton in DD5.1. Die Neuveröffentlichung bietet dagegen 1,33:1 Fernsehformat und keine englische Tonspur. Dafür ist es halt eine Billigveröffentlichung, die zu entsprechend kleinen Preisen über die Ladentheke wandert – aber mal ehrlich, wer braucht sowas?

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Kino – und dafür werden Filme gemacht?

Nachdem ich gestern seit langer Zeit mal wieder im Kino war – lief natürlich auch die titelgebende Werbung. Und was soll ich sagen, meiner Meinung nach werden Filme mittlerweile eher für meine eigenen vier Wände gemacht. Wenn man von den äußeren Gegebenheite mal absieht – Anreise zum Kino, Parkplatz finden der nicht teurer ist als der Film, Film bezahlen der teurer ist als meine letzten beiden gekauften DVDs zusammen, Lebensmittel doch lieber am Tresen lassen um die Kosten nicht nochmal zu verdoppeln – dann bleibt nur noch der Film(genuss?) an sich übrig.
Nun gut, wenn ich jemanden für 20 Uhr einlade, dann geht es auch um 20 Uhr los – und nicht erst um 20:30 Uhr – und ich würde auch nicht auf die Idee kommen die Zeit mit dummdreisten (um nicht zu sagen grottigen) Lokalwerbefilmchen zu überbrücken. Aber man muss ja für sein Geld was geboten bekommen.
Wie zum Beispiel den letzten Klatsch und Tratsch über die nicht anwesenden Freunde (über die man sich jetzt endlich mal so richtig auslassen kann) von der Sitzreihe hinter einem. Von den ganzen anderen Lebensmitteltütenaufreißundraschelgeräuschen mal abgesehen (wenn es nicht so teure wäre könnte ich wenigsten mit knistern) bleibt mir zur Entspannung nur noch der Hinterkopf des vor mir Sitzenden – und das ist zwar nicht unbedingt „der größte Mexikaner, den ich je gesehen habe“ aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der größte im Kino.
Aber kommen wir endlich zum Film. Wenn der nicht die ersten 5min unscharf ist, dann muss wohl der Ton zu leise sein (oder leiern) oder, wie beim letzten Besuch, das Bild jedweder Konvergenz entbehren (recht oben 50cm in der Maskierung und rechts unten 30cm über der Maskierung).
Zum Glück hatten sie 30min tollste Lokalwerbung zeit das Bild gerade zu rücken.
Der Film war dann eigentlich ganz gut – aber ich bleibe wohl doch lieber bei meinem Sofa.

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Das Ende ist ein Ende, ist nur EIN Ende

Worum geht es: Eine Neuverfilmung oder besser – ein Buchadaption
Der Name des neuen Films: „I am Legend“

Das Ende – Teil 1: Buchvorlage – Düster, Hauptperson stirbt, alte Gesellschaft wird durch neue ersetzt

Das Ende – Teil 2: „I am Legend“ Kinoversion – Licht am Ende des Tunnels, Hauptperson stirbt, aber die alte Gesellschaft kann sich in eine Enklave retten


So weit, so gut – wenn da nicht Warner und der kommerzielle Erfolg des Films wären…
was nach einer Vortsetzung schreit – und natürlich nach dem guten alten Will Smith – nur leider ist der ja gestorben – oder etwas doch nicht… ?

Das Ende – Teil 3: „I am Legend“ Unrated DVD mit alternativem Ende – Hauptperson stirbt nicht, dafür werden die Monster menschlicher (und damit theoretisch zur möglichen neuen Gesellschaft)

Damit machen wir zwei Schritte vom Buch weg, um ihm einen Schritt näher zu kommen.

Das Fazit – Teil 1: Ein Film ist ein Film und nicht ein Buch.
Das Fazit – Teil 2: Der Untergang war auch sehr erfolgreich, was mich zu dem Gedankensprung veranlasst, dass ich nichts gegen eine neue Kinoversion von Robert Harris „Vaterland“ hätte.

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