Wer etwas erleben will, schalte eine Anzeige bei eBay Kleinanzeigen

Unbedarfterweise bin ich davon ausgegangen, dass zumindest bei einem Teil der Interessenten halbwegs klar ist, wie ein normales Verkaufsgespräch verläuft, wenn man ein neuwertiges MacBook für 1.200 Euro Verhandlungsbasis bei eBay Kleinanzeigen einstellt. Aber weit gefehlt. 
Der Normalfall auf dieser Plattform ist eine der folgenden drei Erstkontaktanfragen:

  1. Tauschen sie auch gegen Smartphone, Kopfhörer, anderes Notebook, Autofelgen… (plus Zuzahlung)?
  2. Was wäre denn ihre Schmerzgrenze? Was ist ihr letzter Preis?
  3. Biete ihnen 400 Euro.

Der Großteil der anderen Kontaktaufnahmen fragt dann nach Daten (wann gekauft, Garantie bis wann, Rechnung vorhanden?), die bereits im Anzeigentext deutlich drin stehen. Von kaum lesbaren Anfragen nach Versand nach Nirgendwo bei Abwicklung über dubiose MoneyTransfer-Services fange ich jetzt gar nicht erst an.
Vielleicht sollte ich mir, anstatt jedes Mal über die Anfrage genervt zu sein, drei Standardantworten zurechtlegen:

  1. Smartphone, Kopfhörer… können Sie gerne kostenlos drauflegen, wenn Sie sie unbedingt loswerden wollen. Ich kann damit auf jeden Fall nix anfangen.
  2. Ich habe tatsächlich ganz bewusst Verhandlungsbasis und nicht Festpreis für meine Anzeige ausgewählt… machen Sie doch mal ein angemessenen Angebot.
    Oder: Was wäre denn Ihre Schmerzgrenze?
  3. Biete Ihnen 300 Euro für Ihre 400 Euro.
    Oder: Dafür kann ich Ihnen zwar nicht das MacBook aber gerne einen Kopfhörer, ein Smartphone oder ein paar Autofelgen anbieten. Haben Sie Interesse?
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