Und es geht wieder los…

Nach dem Amoklauf von Winnenden ist das Verbot von gewalthaltigen Computerspielen und Horrofilmen mal wieder ganz oben auf der Aktionsliste.
Stern TV hatte es gestern Abend schon angedeutet, als der Freund eines Jungen interviewt wurde, der über X Ecken davon erfahren haben will, dass der Täter lieber Counter Strike gespielt habe, als mit anderen Jungen draußen etwas zu unternehmen.
Jetzt springen auch die anderen Medien auf den Zug auf:

FAZ:

Der Amokläufer hat anscheinend in den vergangenen Monaten viel Zeit mit Killerspielen am Computer verbracht. Zu seinen Hobbys gehörte auch das Schießen mit Softairwaffen. „Das kann ich bestätigen“, sagte der Polizeisprecher Klaus Hinderer in Waiblingen der Deutschen Presse- Agentur dpa. „Wir haben bei ihm unter anderem das Spiel Counterstrike gefunden.“

Die Welt:

Der Amokläufer von Winnenden hat gewaltverherrlichende Computerspiele gespielt. Im Haus der Eltern von Tim K. seien mehrere Computer beschlagnahmt worden, sagte Polizeisprecher Nikolaus Brenner in Waiblingen. Darauf seien typische Computerspiele gefunden worden, in denen geschossen werde.

Und um Amokläufe in Zukunft zu verhindern, gibt es natürlich auch erste Kommentare:

Der Kriminologie-Professor Hans-Dieter Schwind verlangte ein generelles Verbot von Computer-Gewaltspielen. „Dass der 17-Jährige auf der Flucht noch weiter um sich geschossen hat, ist ein Verhalten, das Jugendliche auch in Spielen wie Counter Strike oder Crysis lernen können.“ Medieneinflüsse seien zwar keine vorrangigen Einflussfaktoren, sie begünstigten aber solche Gewalttaten.

Fazit der Kommentar: Die Gesetzeslage reicht nicht aus, ein Verbot muss her.

Obwohl eingesehen wird, das Medien „keinen vorrangigen Einflussfaktor“ darstellen, wird erst einige Absätze später, quasi nebenbei, die Frage nach dem Waffenrecht aufgeworfen.

Neben der Frage, wie mit gewalttätigen Computerspielen verfahren werden soll, wird auch eine weitere Verschärfung des Waffenrechts debattiert.

Hier wird dann aber einhellig die Meinung vertreten, dass die ensprechenden Gesetze ausreichen.

--
Beitrag interessant? Ich freue mich über einen Kauf bei Amazon*.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

code