Warum sollte ein Online-Händler einen Marktplatz betreiben?

Gute Frage, sollte er sich dabei nicht eigentlich das Geschäft ruinieren – weil die Marktplatzverkäufer ihre Waren günstiger anbieten?

Hier mal eine Rechnung (da es mir nicht auf die genauen Werte ankommt lasse ich die Steuern einfach mal weg):
Man verkaufe eine günstige DVD für 3,89 Euro.
Der Käufer bezahlt für diese 3,89 Euro und die Marktplatz-Standardversandkosten von 3,00 Euro.
Macht insgesamt Kosten von 6,89 Euro.

Wie viel davon bekommt wohl der Verkäufer gutgeschrieben?
Ganze 3,92 Euro – und das ist noch nicht alles, davon muss ja auch noch der Versand bezahlt werden. Macht für eine DVD als Großbrief 1,45 Euro.
An Verdienst bleiben demnach noch 2,47 Euro (ganze 63% vom Verkaufspreis)

Der Markplatzbetreiber bekommt ganze 2,97 Euro – dafür stellt er den Marktplatz zur Verfügung und wickelt die Bezahlung ab – wahrscheinlich kein schlechtes Geschäft.

Tja, hätte ich den Artikel für 6 Euro (inkl. Versand) im Online-Auktionshaus verkauft hätte der Käufer Geld gespart und ich ganze 51% mehr verdient (3,73 Euro: 6 Euro – 1,45 Euro Versand – 0,45 Euro Angebotsgebühr – 0,37 Euro Verkaufsprovision).

Für den Online-Händler wird sich das Anbieten eines Marktplatzes wohl lohnen, für mich als Verkäufer aber irgendwie nicht so richtig – zumindest nicht unter der Annahme, dass mein Artikel auch im Auktionshaus verkauft wird.

--
Beitrag interessant? Ich freue mich über einen Kauf bei Amazon*.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

code