Zitateschätze – No. 2

Ich weiß schon, warum ich keine Fernsehen habe – ich würde wohl ob der ganzen Werbung völlig irre werden. Es reicht mir schon, wenn man in der Stadt beim Einkaufen ständig von Werbeslogan eingelullt wird. Hier ein durchaus passendes Zitat:

„Wir werden flächenbombardiert mit dem Ideal des ewigjungen, ewiggesunden, ewigstraffen Konsumentenkörpers, dem Traum vom vollkaskoversichertem Leben, der Utopie von der turbopluralistischen, sozialpädagogisierten, konfliktbefreiten Weltwirtschaftszone.“

Willmann, Thomas (2003): Death’s a game, In: Rötzer, Florian (Hrsg.): Virtuelle Welten – reale Gewalt, Hannover 2003, S. 134.

Aber die Werbung in der „City“ ist ja noch nicht mal das schlimmste. Am erschreckendsten finde ich die „Shopping Malls“ die allerots entstehen. An sich sind sie ja unheimlich praktisch, aber wenn man am Wochende in eben diesen einkaufen geht, kommt man sich vor wie in einem Vergnügungspark (oder ähnlichem Ausflugsziel). Ich höre schon die ganzen Eltern zuhause „Kommt Kinder, heute ist Familienwochende, wir fahren ins Einkaufszentrum.“

Kein Wunder, dass bei den Kids Konsum und Markenartikel so hoch im Kurs stehen, wenn die Unternehmen es geschaft haben, dass einkaufen und vergnügen nur zwei Seiten der gleichen Medalie sind. Da braucht sich auch keiner mehr über abgeholzte Wälder aufregen, die sind eh out und die Waldaustellung im Einkaufzentrum um die Ecke ist doch viel cooler…

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