Nintendo 3DS – Zu viel versprochen

20110829-120025.jpgOb Nintendo mit der Preissenkung des 3DS nur den Verkauf ankurbeln will und dafür auch Verluste in Kauf nimmt oder ob Nintendo damit tatsächlich das Ende dieser Version einleitet wird die Zukunft zeigen. In der Gegenwart kann der 3DS mit zwei seiner Hauptneuerungen aber meiner Meinung nach in der Praxis nicht wirklich bestehen.

Die grandiose Idee von StreetPass kann auf Grund der zu geringen Verbreitung des Gerätes, der nicht angeschalteten Funktion oder der mangelnde Spieleintegration bisher ihr Potenzial in keiner Weise ausspielen. Nintendo hat schlicht vergessen hier eine Killeranwendung von Beginn an mitzuliefern.

Einschränkungen zeigen sich auch beim Keyfeature, der 3D-Darstellung. Möglichst immer im gleichen Abstand und in einem festgelegten Winkel auf den Schirm eines Gerätes zu blicken das man in der Hand hält sind nicht die besten Voraussetzungen. Was dazu führt, dass der sowieso schon etwas verkrampft gehaltene Handheld eine noch starrere, im Wortsinn, Handhabung erfordert, um den optimalen Blickwinkel beizubehalten.
Diese Bemühungen werden, wenn der 3DS so genutzt wird wie gedacht – nämlich unterwegs, etwa im Bus – gleich doppelt konterkariert. Zum einen durch das unregelmäßige Wackeln und zum andern dadurch, dass das duale Screendesign auch noch einen regelmäßigen Wechsel der Blickrichtung abverlangt.

Jetzt könnte man meinen, dass es ja zum Glück die Möglichkeit gibt den 3D Effekt abzuschalten. Leider ist auch das nicht immer eine gute Lösung. Beispielsweise weil das Game-Design z.B. bei Shadow Wars anscheinend voll auf die 3D Darstellung ausgelegt ist und deshalb in 2D die Möglichkeiten durch grafische oder farbliche Tricks z.B. die Höhendarstellung erkennbarer zu gestalten nicht genutzt werden.

Leider ist der 3DS daher nicht mehr als ein netter Proof of Concept, der zumindest eines zeigt: 3D das in die Tiefe des Bildschirms wirkt ist für Spiele besser geeignet als die 3D Kinotechnik die Objekte aus dem Bildschirm herauskatapultiert.

Update:
Der 3DS ist also doch noch nicht Tod. Stattdessen bringt Nintendo ein unansehnliches, klobiges Hardware-Addon heraus, um eine zweiten Analogstick zur besseren Navigation bei 3D Titeln hinzuzufügen. Nun muss gesagt werden, dass „devide and conquer“ im Spielkonsolenbereich noch nie sonderlich erfolgreich war (Sega Mega-CD, Sega 32x, Atari Jaguar CD). Vielleicht auch mit ein Grund, warum Microsoft noch keine XBox mit Blu-Ray Laufwerk herausgebracht hat. Jetzt hängt es also an den (auf dem 3DS im Moment scheinbar nicht sehr aktiven) Spieleherstellern, zwei unterschiedliche Hardware-Konfigurationen zu unterstützen.

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deCreation – Postapokalyptisches Pen-&-Paper-Endzeit-Rollenspiel

Jahren als Rollenspieler und Master folgt unweigerlich der Wunsch, selber ein Rollenspielsystem auf die Beine zu stellen – und sei es nur, weil einem einige Regeln zu undurchsichtig oder schwierig erscheinen.

Was liegt also näher, als auch mit einem eigenen Rollenspielsystem anzufangen…

Fantasy liegt bei mir gerade nicht so hoch im Kurs, Endzeit dagegen schon.
Wie der Titel schon „andeutet“, wird das Projekt vorläufig unter dem Namen „deCreation“ firmieren.
Das System soll möglichst intuitiv sein und so weit wie möglich auf in Prozenten angegebenen Wahrscheinlichkeiten beruhen (ein W100 ist da keine schlechte Investition :-). Da „d100“ als Name für das System nicht sonderlich einfallsreich ist, habe ich mich für „perC“ entschieden (von percentage und römisch C = 100).

Alles weitere ab jetzt unter: www.decreation.de

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Konsolen: Alles immer kleiner… oder auch nicht

Quelle: www.stuff.co.nzWährend Sony nach langem Warten die PS3 im Slimformat auf den Markt geworfen hat, die PSPGo im Vergleich zum Vorgängen stark geschrumpft wurde und bereits Gerüchte über einen verkleinerte Fassung von Microsofts XBox 360 im Umlauf sind, scheint Nintendo einen anderen Weg einzuschlagen.
Erst verkleinern sie den Nintendo DS zum DSi, um ihn jetzt als DSi LL (bzw. XL in Europa) in der dritten Inkarnation auf den Markt zu werfen. Beide Displays wachsen auf 4,2 Zoll (ähnliche der Größe der alten PSP), was ein entsprechend größeres Gehäuse benötigt. Immerhin scheinen sie das gleichzeitig ansteigende Gewicht durch einen längere Batterielaufzeit zu kompensieren.
Gegen größere Bildschirme an sich ist ja eigentlich nichts einzuwenden, aber irgendwann sieht eine Auflösung von bescheidenen 256 × 192 Pixeln (die natürlich aus Abwärtskompatibilitätsgründen beibehalten wird) vielleicht nicht mehr ganz so gut aus…

Bildquelle: www.stuff.co.nz

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