Netflix & Amazon Prime Video mit Firefox 59/60@Fedora 28

Bei dem Versuch, Netflix und Amazon Prime Video unter Fedora 28 mit Firefox 59 oder Firefox 60 zum Laufen zu bekommen, kann es an der einen oder anderen Stelle haken. Daher im Folgenden die fünf möglichen Stellschrauben, an denen zu drehen seien könnte, wenn es mal wieder nur „Whoops, something went wrong… “ beim Aufruf eines Netflix-Videos heißt.

  1. DRM in den Firefox-Einstellung angestellt?
    Unter Einstellungen->Allgemein im Firefox muss „Inhalte mit DRM-Kopierschutz wiedergeben“ angeklickt sein.
  2. Widevine Plugin in Firefox-Add-ons tatsächlich schon installiert?
    Das Widevine-Plugin muss im Firefox unter Add-ons->Plugins installiert sein und auf aktiv stehen, damit geschütze Videos abgespielt werden können.
  3. ffmpeg/ ffmpeg-libs installiert?
    Die neuen Firefox-Versionen benutzen unter GNU/Linux nicht mehr die gstreamer Libraries, stattdessen wird ffmpeg benutzt. Zur Installation wird das rpmfusion-free Repository benötigt:

    wget http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-28.noarch.rpm
    dnf install rpmfusion-free*
    dnf update
    dnf install ffmpeg ffmpeg-libs
    

    Danach sollten sich H.264 kodierte Videos abspielen lassen, was sich auf folgender Info-Seite von YouTube zum HTML5-Videoplayback überprüfen lässt:

    https://www.youtube.com/html5?gl=DE&hl=de

  4. compat-ffmpeg28 installiert?
    Neben ffmpeg-libs wird compat-ffmpeg28, ebenfalls im rpmfusion-free Repository zu finden, benötigt:

    dnf install compat-ffmpeg28
    
  5. Den Neustart von Firefox nicht vergessen!
    Notfalls kann auch noch Mal der Webseitencache zu leeren sein. Im Firefox unter Einstellungen->Datenschutz & Sicherheit->Cookies und Websitedaten: Daten entfernen

Nach diesen fünf Schritten sollten sich hoffentlich die DRM-geschützten, H.264 kodierten Videos sowohl von Netflix als auch von Amazon Prime Video problemlos in Firefox 59 oder Firefox 60 abpsielen lassen.

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Lenovo ThinkPad T480s – Erster Eindruck

Hier eine kurze List mit den Punkten, die mir beim neuen Lenovo ThinkPad T480s positiv oder negativ aufgefallen sind.

Positiv

Gewicht/ Größe: Lenovo hat mit dem ThinkPad T480s die T4X0s Serie noch näher an die X1 Carbons herangebracht. Mit 1,35 kg und 33,1 x 22,7 x 1,85 liegen die äußeren Maße nicht mehr weit vom X1C (1,13 kg, 32,4 x 21,7 x 1,6 ) entfernt.

Display: Das WQHD-Panel (2560 x 1440 Pixel) ist matt, kommt ohne PWM und ist mit 330-350 cd/m2 jetzt auch gerade so ausreichend hell, um damit auch mal halbwegs bei Sonneneinstrahlung arbeiten zu können.

ThinkShutter: Die wahrscheinlich bester Erfindung der letzten Jahre. Während Apple mit der Touch Bar eine nicht funktionierende Lösung für ein nicht existentes Problem unter die Leute bringt, hat Lenovo 1000e Sticker vor dem zukünftigen Webcam-Zuklebe-Dasein gerettet. Der mechanische Kameraabdeckungsschieber ist schlicht eine simple Lösung für eine bestehenden Nutzerwunsch (funktioniert aber nur in Kombination mit der normalen Webcam, nicht mit der IR-Version – aber wer will schon Windows Hello…).

Upgradeability/ Wartbarkeit: Die 8GB verlöteter Arbeitsspeicher lässt sich mit einem SODIMM-Modul auf bis zu 24GB aufrüsten, die M.2 NVMe-SSD kann gewechselt werden, ebenso das WLan-Modul. Die WWAN-Antennen sind bereits vorverlegt und der Akku ist verschraubt. Das Innenleben versteckt sich hinter einer Abdeckung, die mit einfachen Kreuzschrauben gesichert ist.

Laufzeit: Ich komme unter GNU/Linux mit dem etwas von 51 auf 57 Wh vergrößerten Akku auf 10+ Stunden.

USB-C/ Thunderbolt 3 Anschluss: Endlich sitzen die Anschlüsse, entsprechend dem neuen Layout für das Docking, an der hinteren linken Seite (beim T470s kollidierte noch ein angeschlossenes Kabel in der Mitte der rechten Seite mit einer rechtshändigen Mausnutzung).

Tastatur: Gewohntes ThinkPad-Layout, wobei die Tastatur, aufgrund der geringen Gehäusehöhe, einen etwas flacheren Anschlag hat (was meinen Tippgewohnheiten sehr entgegenkommt), als die alte Geräte der alten T-Serie.

Negativ

Tastatur: Leider hat die Tastatur aber auch einen gravierenden Nachteil: die Tastenkappen sind meines Erachtens nach extrem glatt. So rutsche ich beim schnellen Schreiben immer mal wieder auf Nachbartasten, weil die Oberfläche keinen Rutschwiderstand bietet.

USB-C/ Thunderbolt 3 Anschluss: Leider ist nur der USB-C Anschluss am Docking-Port Thunderbolt 3 fähig. Der lässt sich mit einem „normalen“ Kabel etwas umständlicher bedienen, da aufgrund der auf das Docking seltsam zugeschnittenen Öffnung, das Einstecken des Kabels etwas friemelig ist.

TrackPoint-Tasten: Hier liegt leider fast ein Ausschlusskriterium für eine dauerhafte Nutzung des ThinkPad T480s vor. Mit der neuen Hardwareversion der TrackPoint-Tasten hat Lenovo evtl. die Frusttoleranz bei einigen überschritten. Erstens ist das weiche und weitgehend lautlose Auslösen der Tasten einem kurzen, lauten und (nach)hallenden Klicken gewichen. Zweitens – und das ist fast ein KO-Kriterium – registrieren die Tasten einen Klick nur noch bei festem Druck auf die vertikale Mittellinie der Tasten. Ein leichter Druck auf die (mit roter Linie versehene) Kante der linken und rechten Taste (also angrenzend an das Trackpad) (und die obere Kante der mittleren Taste) wird zwar mit einem hör- und fühlbaren Klick bestätigt, führt aber nicht zur Auslösung eines echten Klicks:  siehe mein YouTube-Video. Damit wird das Arbeiten mit dem TrackPoint bei einer dementsprechend Klickgewohnheit zur Tortur, weil man entweder andauern klickt und nichts passiert oder beginnt auf die Tasten einzuhämmern.

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Fedora 28@Lenovo ThinkPad T480s

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht darüber, wie gut sich das neue Lenovo ThinkPad T480s unter GNU/Linux am Beispiel von Fedora 28 schlägt.
Die folgenden Ausführungen beziehen sich dabei auf:

  • Lenovo ThinkPad T480s (i5-8250U, WQHD), mit BIOS Version 1.11
  • Fedora 28 64bit
  • Kernel 4.16.5-300

Das Starten der Live Version von Fedora 28 funktioniert mit UEFI problemlos (nicht mit aktiviertem SecureBoot getestet). Die Out-of-the-Box Funktionsfähigkeit des ThinkPad T480s sieht unter Fedora 28 mit akutalisiertem Kernel ziemlich gut aus, wie in der Tabelle am Ende zu sehen.

Eine der echten Neuerungen bei Fedora 28 betrifft die Nutzbarkeit von Thunderbolt 3 durch boltd und der Einbindung eines entsprechenden Konfigurationsdialoges im Einstellungsmenü von GNOME 3.28, insbesondere für die Sicherheitseinstellungen/ Autorisierung.

Folglich funktioniert jetzt auch der Thunderbolt 3 Anschluss am ThinkPad T480s (ohne im EFI/BIOS den BIOS Assist Mode aktivieren zu müssen). Angeschlossen über einen Apple TB3 auf TB2 Adapter an einem LG Monitor (LG 34UM88*) werden sowohl der Monitor als auch die an diesem hängende Tastatur und Maus problemlos erkannt. Allerdings funktioniert dieser USB-C Port bei mir jetzt nur noch mit Thunderbolt vollständig. Denn mein USB-C Monitor (LG UD88*) an der Arbeit funktioniert über den Thunderbolt 3 fähigen USB-C Port nur noch teilweise: Aufladen und DisplayPort Alternate Mode funktionieren, aber die USB-Anschlüsse am Monitor nicht. Auch eine direkt am TB3 Port angeschlossene USB-C Festplatte läuft zwar an, wird aber nicht als Datenträger eingebunden. Über den NICHT Thunderbolt 3 fähigen USB-C Port dagegen funktionieren sowohl Aufladen, DisplayPort Alternate Mode als auch die USB-Anschlüsse bzw. die Festpatte problemlos.

Funktion Stand der Dinge
Touchpad TapToClick und TwoFingerScroll funktionieren.
PinchToZoom funktioniert (Dokumentenbetrachter)
Hardware Links-/Rechtklick funktionieren.
Separates Abschalten des Touchpad funktioniert (ab Kernel 4.15)
Handballenerkennung (palm rejection) funktioniert.

Tastatur Funktioniert problemlos.
TrackPoint Funktioniert problemlos.
TrackPoint Tasten Funktioniert problemlos (inkl. scrollen über mittlere Taste).
Edit: Die Tasten scheinen ein Hardware-Problem zu haben: leichte Klicks an der Vorderkante der Tasten werden trotz Klickgeräusch fast überhaupt nicht erkannt/ registriert. Siehe mein Video bei YouTube.
USB-C Anschluss Aufladen ohne Probleme (neben dem Originalnetzteil getestet mit Lenovo* 45 Watt).
USB-C auf HDMI: problemlos (4k 60Hz).
Aufladen über USB-C Powerbank: funktioniert (getestet mit: Aukey*).
USB-C auf VGA: nicht getestet.
USB-C auf USB-A: nicht getestet.

USB-C Festplatte: funktioniert.
USB-C Monitor/Dock: Aufladen, USB-Ports und Video problemlos (4k 60Hz an LG Monitor getestet).

USB-C Anschluss

(mit Thunderbolt 3)

Aufladen ohne Probleme (neben dem Originalnetzteil getestet mit Lenovo* 45 Watt).
USB-C auf HDMI: problemlos (4k 60Hz).
Aufladen über USB-C Powerbank: funktioniert (getestet mit: Aukey*).
USB-C auf VGA: nicht getestet.
USB-C auf USB-A: nicht getestet.

USB-C Festplatte: funktioniert nicht.
Thunderbolt über USB-C: USB (Maus, Tastatur) und Video problemlos (4k 60Hz mit Apple TB3 auf TB2 Adapter an LG 34UM88* getestet).

USB-C Monitor/Dock: Aufladen und Video funktionieren problemlos, USB-Ports funktioniert nicht (an LG 27UD88*  getestet).
Kamera Funktioniert problemlos.
Fingerprint Reader Nicht getestet, soll nicht funktionieren.
SmartCard Reader Nicht getestet.
Audio Soundausgabe funktioniert problemlos.
Microfon funktioniert problemlos.
WLan Funktioniert problemlos.
Bluetooth Funktioniert problemlos.
USB-A Anschluss Funktioniert problemlos.
HDMI Anschluss Funktioniert problemlos.
RJ45-Netzwerkanschluss Funktioniert problemlos.
Kopfhöreranschluss Funktioniert problemlos.
SD-Kartenleser Funktioniert problemlos (Karte verschwindet vollständig im Gehäuse).
Sleep/Wakeup

(beim Zuklappen)

Funktioniert problemlos.
Standby Funktioniert problemlos.
Shortcuts Stand der Dinge
Bildschirmhelligkeit Funktionieren problemlos.
Keyboard Backlight Funktioniert problemlos.
Lautstärke Funktionieren problemlos (lautlos inkl. Licht)
Mikrofon Funktioniert problemlos (stumm inkl. Licht)
Externer Bildschirm Funktioniert problemlos
FnLock Funktioniert problemlos (inkl. Licht)
Flugmodus Funktioniert problemlos
Bluetooth Funktioniert problemlos

 

Stromverbrauch (tlp installiert):

  • Im Standby verliert das ThinkPad T480s innerhalb von 24 Stunden etwa 12% Akkukapazität. Die Standbyzeit beträgt damit hochgerechnet etwas 8+ Tage.
  • Bei leichter Textverarbeitungsarbeit (LibreOffice Writer) komme ich auf einen Verbrauch zwischen 5 und 6 Watt (bei einer Bildschirmhelligkeit von Stufe 5 = 25%). Die Laufzeit liegt damit bei etwa 10 bis 11 Stunden.
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